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Africa Festival Würzburg 2024

Nach den durch Corona bedingten Einschränkungen findet das Africa Festival in Würzburg, das in diesem Jahr sein 35-jähriges Jubiläum feiert, wieder in einem erweiterten Rahmen mit neuen Projekten und 20 Live-Bands unter dem Motto „Different Colours – One People“ statt. Vom 30. Mai bis zum 2. Juni kann das Publikum Bands aus Kuba, Südafrika, Mali, dem Senegal, Ghana, den Kapverdischen Inseln, Benin, Nigeria und der Elfenbeinküste erleben.

Fatoumata Diawara (Foto: Shelby Duncan)

Auf der Neuen Offenen Bühne gibt es zudem traditionelle Musik aus dem Senegal, Ghana und Burkina Faso – zum Beispiel Mamadou Diabaté und seine Percussion Mania. Auch der Havana Club mit Salsabands und DJ Freegah lädt erstmals seit drei Jahren wieder zum Tanzen ein.

Moh! Kouyaté eröffnet das Festival mit coolen Klängen aus Guinea und präsentiert neue Songs und ein neues Ensemble. Der Ndlovu Youth Choir aus Südafrika ist nach 2019 zum zweiten Mal zu Gast. Für westafrikanische Frauenpower steht Fatoumata Diawara, die vornehmlich Songs aus ihrem letztjährigen Album „London Ko“ vorstellen wird.

Las Karamba (Foto: Alan Nart)

In Barcelona fanden vor fünf Jahren Las Karamba zusammen, sechs Frauen mit verschiedenen kulturellen Wurzeln von Spanien über Kuba bis nach Südamerika – sie geben in Würzburg ihr Festivaldebüt. Mariana Ramos, eine große Stimme von den Kapverdischen Inseln, wurde zwar im Senegal geboren, aber als Tochter des kapverdischen Gitarristen Toy de Bibia fühlt sie sich den Quellen ihrer Vorfahren verbunden – viele werden sich noch an ihren Festivalauftritt 2010 erinnern.

Wally & Ami Warning (Foto: Joel Heyd)

Aus Benin stammt Fafa Ruffino, die gegenwärtig in Paris lebt und Teil des Kollektivs Les Amazones D‘Afrique ist. Sie will ihr Publikum in Würzburg nach zwei unvergessenen Konzerten auf der Offenen Bühne erstmals auf der Hauptbühne begeistern. Aus Nigeria kommt die Brotherhood Alliance Navigating Towards Unity – kurz BANTU. Bandleader Ade Odukoyá hat lange in Köln gelebt, ist aber mittlerweile in Lagos ansässig. Aus Aruba in der Karibik kommt Gitarrist und Sänger Wally Warning, der zusammen mit seiner Tochter Ami Reggae- und Soulklänge mit „Arubian Flavour“ versetzt.

Das Africa Festival kommt mit einem Konzert von Tiken Jah Fakoly zu seinem Abschluss. Der als Doumbia Moussa Fakoly in der Elfenbeinküste geborene Künstler musste vor 20 Jahren nach Mali flüchten. Seine in Bamako entstandenen Alben wurden mehrfach ausgezeichnet. In Würzburg möchte Fakoly sein neues Album in einem Akustikkonzert, umgeben von traditionellen westafrikanischen Musikern, präsentieren – seine Hits will er aber auch spielen.

Viele weitere Infos rund um das Festival liefert www.africafestival.org.

Foto
Shelby Duncan, Alan Nart, Joel Heyd

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