Editorial 153

Liebe Leserinnen und Leser,

Charles Lloyd (Foto: Dominik Gigler)mit Charles Lloyd haben wir mal wieder einen echten amerikanischen Jazzhelden auf dem Cover – den letzten Aktivposten des Jazz der 1960er-Jahre. Sein neues Doppelalbum hat nicht nur mit „The Sky Will Still Be There Tomorrow“ einen der schönsten Titel der letzten Zeit, an der Seite von meist deutlich jüngeren Musikern zeigt er sich zudem überaus vital und höchst relevant. Im Interview mit Wolf Kampmann berichtet er von seinen Bemühungen, die Welt durch Schönheit zu verändern (S. 48-51). Und weil das heute mehr denn je von Nöten ist, macht er immer weiter damit – gut so!

Ein unerwartetes musikalisches Comeback feiert nach zwanzigjähriger krankheitsbedingter Auszeit John Lurie, einst Spiritus Rector der Avantgarde-Jazzer Lounge Lizards – in den USA in den letzten Jahren vor allem als TV Personality bekannt. Den Soundtrack zu seiner TV-Serie hat er nun auf einem Album versammelt. Dass er darauf nicht mehr am Saxofon, sondern an der Gitarre zu hören ist, tut dem Hörvergnügen keinen Abbruch – und zu sagen hat der Mann nach wie vor einiges (S. 60/61).

In unserer Konzertreihe „Jazz thing at the King“ im Kölner Club King Georg ist am Donnerstag, dem 11. April, Lynne Arriale im Trio zu Gast – eine der Grandes Dames des amerikanischen Jazz, die feinsinnige Musik zwischen folkloristischer Ballade und moderner Jazzkomposition formt. Mehr zu ihr in unserem Feature (S. 58).

Nicht fehlen darf natürlich der alljährliche Hinweis auf die jazzahead! in Bremen: Wir werden an unserem Stand 6D26 zu finden sein und freuen uns auf viele spannende Begegnungen und Gespräche mit Euch und Ihnen.

Viel Freude mit dieser Ausgabe!

Axel Stinshoff
Chefredakteur Jazz thing & Blue Rhythm

Text
Axel Stinshoff
Foto
Dominik Gigler

Veröffentlicht am unter 153, Heft

Deutscher Jazzpreis 2024