Jazz thing präsentiert:

ACHT BRÜCKEN 2024

Vom 4. bis zum 12. Mai feiert das Festival ACHT BRÜCKEN in diesem Jahr seine vierzehnte Ausgabe. „Feine Unterschiede“, so das Festivalmotto, stehen dabei im Mittelpunkt.

Damit stellt ACHT BRÜCKEN nicht nur die Erweiterung des Tonsystems in unterschiedlichen musikalischen Kulturen vor, sondern beleuchtet auch die fragwürdige gesellschaftliche Vorrangstellung der westeuropäisch geprägten Musiktradition mit der Etablierung der temperierten Stimmung und der Einteilung der Oktave in zwölf Halbtonschritte.

Enno Poppe

Porträtkomponist Enno Poppe, von dem zehn Werke erklingen, ist auch ein Meister der Mikrotonalität. Er stellt sich beim Kompositionsprozess die Ausführenden vor und bringt mit „Strom“ ein neues Werk mit dem Kölner Gürzenich-Orchester zur Uraufführung. Beim Abschlusskonzert interpretiert das WDR Sinfonieorchester Poppes Liederzyklus „Augen“, Pierre-Laurent Aimard spielt das Klavierkonzert „the purple fuchsia bled upon the ground“ von Clara Iannotta, und Miroslav Smkas „Is This Us?“ für zwei Hörner und Orchester erlebt seine Uraufführung.

Kahil El'Zabar (Foto: Sandro Miller)

Jazz im weitesten Sinne findet sich natürlich auch im Programm: „Healing Music For The Soul“ verspricht das Kahil El‘Zabar Trio, „Palimpsest“ von Kemal Dinç bringt ein Ensemble mit Ross Daly und Hayden Chisholm sowie diverse Chöre auf die Bühne, und „New Female Talents“ sollen bei „Young & Contemporary“ in der Kölner Musikhochschule im Mittelpunkt stehen – uraufgeführt werden unter der Leitung von Susanne Blumenthal unter anderem Werke von Carlie Schoones („Leave Britney Alone“) und Lucia Kilger („revienith für Ensemble und Elektronik“).

Ensemble Recherche (Foto: Marc Doradzillo)

Aber auch bereits Bewährtes hat Blumenthal im Programm: Mit Popmusik und der Nostalgie, die sie in uns auslösen kann, beschäftigt sich die in Deutschland lebende Kroatin Sara Glojnaric in ihrem Stück „Artefacts #2″ für Sopran, Schlagzeug und Elektronik, bei dem ihr zwanzig Schlagzeugintros aus berühmten Rocksongs der 80er- und 90er-Jahre als Ausgangsmaterial dienten.

Das komplette Programm gibt’s unter achtbruecken.de im Netz.

Foto
Joern Neumann, Sandro Miller, Marc Doradzillo

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