Jazz thing präsentiert: Mardi Gras.bb
Gegründet vom ehemaligen Bassisten der Krautrocker Guru Guru, Uli Krug, der sich einst in New Orleans mit dem Mardi-Gras-Virus infizierte, kann Mardi Gras.bb nach fast 20 Jahren Bandgeschichte auf eine abwechslungsreiche Karriere zurückblicken, inklusive mancher unkonventioneller Stilwechsel, beinahe weltweiter Konzerte und acht recht unterschiedlicher Alben.
Trotz ihrer beständigen musikalischen Neuerfindungen stehen die Mannheimer um Reverend Krug und Doc Wenz noch heute mit beiden Beinen solide in den matschigen Sümpfen des Mississippi-Delta. Dazu der Doc:
„Nach all den Jahren, die uns zum Teil sehr weit vom natürlichen Grundsound einer Brassband weggeführt haben, war es extrem reizvoll, wieder einmal die naheliegenden MGBB-Stärken zu inszenieren.“
Doch das allein genügt der Band natürlich nicht. Von einer kürzlich beendeten Reise – auf den Spuren Alexander von Humboldts – brachten Mardi Gras.bb einen ganzen Haufen neuer Inspirationen mit. Und dadurch setzen die Liebhaber exotischer Verführungen wieder einmal die Gesetze der Musik und ihre Genre-Definitionen außer Kraft. Blues, New Orleans Jazz, Funk, Soul, Rock und viel Folk aus allen möglichen Ecken dieser Erde von Tibet über Indien bis Afrika und Frankreich vermischen sich süchtigmachend auf dem neuen, dem achten Album „Von Humboldt Picnic“ (Hazelwood/Cargo) zu einem bunten, Glück spendenden Voodoo-Cocktail. Noch einmal Doc Wenz:
„Wie diese ganzen offensiv eingesetzten DJ-Mahmut-Soundscapes sich an den eher traditionellen Arrangements reiben, und dazu die neuen folkloristisch-weltmusikalischen Einflüsse, das ist schon sehr spannend.“
Tatsächlich hat das Album eine verführerisch halluzinogene Kraft, mit der die zwölf Mardi Gras.bb-Männer ihr Konzertpublikum fraglos in ekstatische Tänzer verwandeln werden. Wenn man bedenkt, wie viele Tourneen von den Mannheimern gespielt werden, dann ist es schon erstaunlich, mit welch hoher Qualität Mardi Gras.bb nach so vielen Jahren noch immer aufwarten. Also, warum ins bunt trubelige New Orleans fliegen, wenn der Besuch eines Konzerts von Mardi Gras.bb doch den gleichen Zweck – und dabei viel preiswerter – erfüllt.
Jazz thing präsentiert
Mardi Gras.bb
16.04. Dortmund, FZW
17.04. Halle, Objekt 5
24.04. Reutlingen, franz.K
27.04. Oldenburg, Staatstheater
29.04. Heidelberg, Karlstorbahnhof
30.04. St.Gallen, Festival
01.05. Innsbruck, Treibhaus
06.05. Krefeld, Kulturrampe
07.05. Emlichheim, Haus Ringerbrüggen
12.05. Karlsruhe, Tollhaus
14.05. Jena, Kassablanka
15.05. Dresden, Groovestation
18.07. Saarbrücken, Sonntag am Schloss
21.08. Offenbach, Rukstock Open Air
08.10. Leipzig, Schaubühne Lindenfels |