Eröffnung: Blue Note London

Robert GlasperRobert GlasperBis der New Yorker Blue Note Jazz Club eine Dependance in London eröffnen konnte, mussten erst einige Hürden überwunden werden. Als vor anderthalb Jahren bekannt wurde, dass in Londons Stadtteil Westminster ein Blue Note Jazz Club eröffnet werden soll, befürchteten Anwohner:innen, dass durch die Besucher:innen die Lärmbelästigung zunehmen würde und die Kriminalitätsrate steigen könnte. Deshalb genehmigte der Stadtrat von Westminster anfangs in der Woche nur Öffnungszeiten bis 22:30 Uhr und am Wochenende bis Mitternacht. Doch diese Schwierigkeiten sind beiseite geräumt, und die US-amerikanische Blue Note Entertainment Group hat die Eröffnung des ersten Blue Note Jazz Club in London für den 23. September terminiert. Dafür hat sie den Pianisten Robert Glasper engagiert, der nicht nur einer der Headliner der Eröffnungsabende sein wird, sondern als „Creative Ambassador“ auch die kulturelle Identität von Blue Note in London manifestieren soll.

„London hat meine Karriere von Anfang an stark geprägt“, wird Glasper in einem Statement zitiert, „und ich hatte schon immer großen Respekt vor der britischen Musikkultur – sowohl der vergangenen als auch der gegenwärtigen. Es gibt eine tiefe Liebe zu Musik, die Grenzen sprengt, und Blue Note war schon immer ein Zuhause für genau diesen Geist. Bei der Gründung dieses neuen Clubs geht es darum, einen Raum zu schaffen, in dem Jazz, R&B, HipHop und alles dazwischen aufeinandertreffen, sich weiterentwickeln und das Publikum überraschen können. Ich freue mich, in London etwas aufzubauen, das sich intim, furchtlos und lebendig anfühlt – einen Ort, an dem Künstler etwas wagen und das Publikum die Musik hautnah erleben kann.“

Das Programm von Blue Note London bis in den Dezember liest sich vielversprechend. Dabei bekommen nicht nur US-Musiker:innen eine weitere Möglichkeit, in London aufzutreten, sondern auch UK-Acts haben mit diesem Club in der britischen Hauptstadt eine neue Bühne. Nach Glasper am 23. und 24. September (der Pianist kehrt noch einmal im November für eine Woche ins Blue Note London zurück) treten dort unter anderem James Carter, Corey Henry, Nubya Garcia, Shabaka, Brandee Younger, Jamie Cullum, Kokoroko oder die Berliner Jazzanova-DJs auf. Neben dem Hauptsaal mit Platz für bis zu 250 Personen soll bis zum Jahresende noch ein zweiter Saal namens B-Side mit maximal 100 Plätzen als Talentbühne eröffnet werden.

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Blue Note London

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Martin Laurentius
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