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Pit Huber

Die politischen Ereignisse des Jahres gingen auch am Jazz nicht spurlos vorüber. Thomas Bierling, der Mann, der das Grundgesetz zum Swingen bringt, hat sich anlässlich der im Bundestag gestellten Vertrauensfrage auch mit dem Paragrafen 68 musikalisch befasst. Da er schon ein Gesetzes-Profi ist, komponierte und komprimierte er diesmal alles Wesentliche auf eineinhalb Minuten Länge. Im Zentrum des Werks – mehrere Sekunden lang – steht dabei die mindestens 48-stündige Wartezeit zwischen Antrag und Abstimmung, die das Gesetz vorschreibt. Gerade diese unglaubliche künstlerische Zeitverdichtung ist es, die „der Komplexität und der Zerrissenheit des Themas“ gerecht werde, betont der Auftraggeber SWR. Ernst ist das Leben, heiter die Kunst.
 
Jazz und Politik: So heißt auch ein neues Format bei einem der großen öffentlich-rechtlichen Rundfunksender. Da wiederholt man die politischen Kommentare der Vortage und spielt dazwischen Jazz, weil der sonst im 168-stündigen Wochenprogramm des Senders absolut keinen Platz mehr gefunden hat. Andererseits: Welch eine Chance! Und welch gewaltige Möglichkeiten, die deutsche Politik musikalisch zu kommentieren! Ich denke da an Duke Ellingtons „Money Jungle“, Sunny Murrays „German Dilemma“, Dexter Gordons „The Duel“ oder Ornette Colemans „The Changes“. Auch Bezüge zu Amerika liegen auf der Hand: Horace Silvers „Bagdad Blues“, Herbie Hancocks „The Eye Of The Hurricane“ oder der Standard „The Sheik Of Araby“. Stücke wie „The Bad Game“, „The Great Pretender“ oder „Working Man Blues“ könnten sogar zu Dauerbrennern werden.
 
Und jetzt die Realität von „Jazz und Politik“. Eines meiner absoluten Lieblingsstücke, Oliver Nelsons „Butch And Butch“, wird frühzeitig ausgeblendet. Moderation des Sprechers: „Batsch und Batsch, das klingt ja fast wie Plisch und Plum.“
 
Pit Huber

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4 Kommentare zu „Jazz und Politik“

  1. Rekord? Nur 3 Posts und schon den ersten Spam in den Kommentaren.
     
    Was meint ihr, soll ich so was gleich löschen oder fällt es eher auf den Spammer zurück?
     
    Angesichts der Tatsache, dass wir unter http://www.jazzthing.de/live/ eine umfassende Terminsektion haben, tendiere ich eindeutig zur ersten Lösung.
     
    Spam gelöscht.

  2. Ich würde auch Löschen empfehlen. Das ist SPAM und gehört nicht in die Kommentare.

    „Jazz und Politik“ als Konzept finde ich gut, weil es sich erst mal anspruchsvoll anhört. Was gäben wir um ein Radioprogramm ohne Werbung, mit sinnhaften interessanten und anspruchsvollen Beiträgen (gerne auch Politik) und einem(r) Moderator(in), der/die (huch wie anstrengend diese PC) nicht nur Ahnung hat, sondern auch was zu den Titeln sagt. Aber bitte nicht nur den Kammer-Jazz, sondern auch mal was aus dem Soul-Funk-Bereich…. für’n Bauch.

    Um welchen Sender handelt es sich bei „Jazz und Politik“ denn? Bitte nicht nur andeuten, sondern mutig konkret werden!

  3. Ich krame allen meinen Mut zusammen und sage: Bayerischer Rundfunk. Ursprünglich gefunden habe ich’s im Internet, wo auch die nächste Sendung angekündigt ist. Aber es ist kaum zu erwarten, dass der Moderator bis zum 7.1. irgendeine Jazz-Ahnung entwickelt. Es sei denn, er bestellt schnell mal ein paar Hefte Jazz thing. (ph)

  4. Yo, hab’s gesehen, ist ja noch nicht mal ne Stunde in der Woche… Höre ich eben weiter Internetradio mit den Jazz-Sendern der amerikanischen Universitäten…

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