Christian Frentzen stellt auf „Pulses“ weniger stilistische Grenzziehungen als vielmehr die Kraft seiner Kompositionen in den Mittelpunkt. Jazz, Pop und Elektronika greifen selbstverständlich ineinander, eingängige Melodien treffen auf überraschende Wendungen, atmosphärische Flächen und prägnante rhythmische Impulse. Die zehn Stücke entstanden innerhalb von nur 30 Tagen und wurden anschließend mit Thomas Stieger am Bass, Moritz Müller am Schlagzeug und dem New Yorker Gitarristen Nir Felder live eingespielt. Frentzen selbst übernahm neben Klavier und Keyboards auch Produktion und Mix. Entsprechend geschlossen wirkt der Sound, in dem akustische Instrumente, analoge Synthesizer, Drum Machines und Tape-Delays gleichberechtigt nebeneinanderstehen. Einflüsse von Pat Metheny über Beck und die Foo Fighters bis Kraftwerk sind spürbar, ohne dass sich das Album auf ein bestimmtes Genre festlegen ließe. „Pulses“ lebt gerade von dieser Offenheit und seinem organischen Zusammenspiel.
Text
Martin Laurentius
Ausgabe
, Jazz thing 165
Veröffentlicht am 08. Okt 2026 um 07:58 Uhr unter Reviews