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Pit Huber

Es ist Sommer in Europa, die Zeit der großen Open-Air-Festivals. Das größte von ihnen ging gestern bereits zu Ende, in Wien auf der grünen Wiese, die EuroTempo ‚08. Als Abschluss am letzten Abend des mehrwöchigen Festivals präsentierte eine junge All-Star-Band der spanischen Szene zwei suitenartige Sets von jeweils 45 Minuten Länge. Das Publikumsinteresse war groß, die anschließende Party gewaltig.
 
Das elfköpfige, eigens fürs Festival zusammengestellte Ensemble aus Spanien gefiel besonders durch ein rhythmisch präzises, enorm sensibles, zuweilen traumwandlerisch sicher anmutendes Zusammenspiel und immer wieder überraschende Wechsel ins doppelte Tempo. Nach einem eher rhapsodischen, die Stimmung und Spannung aufbauenden Beginn bekamen mehrere Solisten den Raum, um ihre virtuose Spieltechnik zu demonstrieren. Eine besonders packende Improvisation bot der blonde Frontmann der Band nach etwa einer halben Stunde. Sein Timing war sensationell und sein technisch frappanter Sololauf kam genau auf den Punkt. Standing Ovations!
 
Im zweiten Set begeisterte das spanische Ensemble durch viele kleine, eng verzahnte, immer wieder verblüffende Uptempo-Episoden. Getragen von der rhythmischen Sicherheit der Band, ließen die Frontleute reichlich originelle Ideen aufblitzen. Alle Künstler hatten dabei merklich Spaß an der Sache und nutzten die harmonischen Räume für überraschende Vorstöße und ein gedankenschnelles Zusammenspiel. Zahlreiche Solo-Einlagen rissen das Publikum zu spontanem Beifall hin.
 
Bei aller Freude über die filigranen Akzente der spanischen Virtuosen-Gruppe hätte man sich für den Auftritt allerdings eine etwas andere Dramaturgie gewünscht. Bis zuletzt hofften große Teile des Publikums noch auf eine spannende Zugabe – leider vergebens. Die nächste EuroTempo findet erst in vier Jahren statt, die Festivalorte liegen dann in Polen und der Ukraine. Langjährige Kenner des Festivals gehen davon aus, dass osteuropäische Bands dort den Ton angeben werden.
 
Pit Huber

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1 Kommentar zu „Das große Sommerfestival“

  1. Es ist leicht, den Headlinern dieser Veranstaltung zu huldigen, aber es gab – weiß Gott- genug zu beklagende Darbietungen. Namentlich die zahlreichen anderen Ensembles aus dem Mittelmeerraum verließen sich zu sehr auf fragwürdig traditionalisierte Konzepte und Techniken, so dass über weite Strecken eher ernüchtert auf das Festival zurückgeblickt werden sollte.

    Immerhin hat keine Norwegerin gesungen.

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