Dieses Mal haben sie sich gemeinsam im Tonstudio für die Aufnahmen getroffen. Denn beim ersten gemeinsamen Album waren sie physisch nicht zusammen bei der Entstehung. Aber nun, und das unter der Regie von Phil Brown, der als Toningenieur schon für Acts wie die New-Wave-Band Talk Talk gearbeitet hat. Der italienische Pianist Bruno Bavota und die niederländische Sängerin Chantal Acda haben zusammen zehn zerbrechliche, leise, poetische Lieder geschrieben und eingespielt, die traurig, aber nie depressiv klingen. Akustischer Folk-Pop, der ruhig fließt mit sparsam eingesetzten weiteren Instrumenten wie Synthesizer, Geige, Euphonium und Bugle. Und ausgeschmückt wird mit zarten Texturen. Der ätherische Gesang von Acda ist auf Albumlänge vielleicht manchmal ein wenig zu viel der Sanftheit und der selben Stimmung. Raue Kanten hat auch Bruno Bavotas Klavierspiel nicht. Wenn man bei dem Tastenmann auch mal an dessen Landsmann und Neoklassik-Star Ludovico Einaudi denkt, liegt man sicher nicht ganz falsch.
Text
Christoph Giese
Ausgabe
, Jazz thing 163
Veröffentlicht am 27. Apr 2026 um 07:59 Uhr unter Reviews