Klavier und E-Piano spielt der finnische Pianist Aki Rissanen auf „Imaginary Mountains“ und macht damit deutlich, dass es sich nicht um ein übliches Klaviertrio handelt. Ganz im Gegenteil, mit seinen Landsleuten, dem Bassisten Antti Lötjönen und dem Schlagzeuger Teppo Mäkynen, bringt er im Titeltrack HipHop-Beats und musikalische Figuren aus der Minimal Music ins Spiel, das dem Übervater dieser Musik Erik Satie gewidmete „For E“ (Satie verwendete Ostinati-Wiederholungen) steckt zum Beispiel voller Opulenz und Variantenreichtum. „Black Narcissus“ wiederum hat mit dem bekannten Song (und Album) von Joe Henderson nichts zu tun (oder vielleicht doch?), sondern beinhaltet lässige Beat-Verschleifungen von Mäkynen, über die Rissanen seine Töne und Akkorde legt. Mit „1905″ ist auch eine Ballade dabei, das ebenfalls mit einer Jahreszahl betitelte „2025″ hört sich dagegen ganz anders an: brüchig, kantig – und frei.
Text
Rolf Thomas
Ausgabe
, Jazz thing 164
Veröffentlicht am 04. Jun 2026 um 07:58 Uhr unter Reviews