Für ihr Debüt begeben sich die ukrainische Vokalistin Kateryna Kravchenko und der luxemburgische Vibrafonist Arthur Clees in einen großenteils poetischen Dialog. Dabei schöpfen sie aus den besonderen klanglichen Möglichkeiten ihrer Duobesetzung und den Texten internationaler Dichter. So werden etwa Werke des Ukrainers Vasyl Stus, der US-Amerikanerin Sara Teasdale, des Spaniers Juan Ramón Jiménez und von Hermann Hesse gleichermaßen zu vertonten Lyrics. Kravchenko kontrastiert grazilen Gesang mit Rezitation, Sprechgesang, Melismen, gelegentlichen Scats und Improvisationen. Clees formt mit dezenten Harmonien, melodischen Linien und Ostinati einen vielschichtigen Gegenpart. Der wird bei einigen Stücken ergänzt etwa um Klavier oder Orgel. Die atmosphärischsten musikalischen Momente entstehen aber in den Duopassagen.
Text
Christina M. Bauer
Ausgabe
, Jazz thing 164
Veröffentlicht am 20. Jul 2026 um 07:59 Uhr unter Reviews