Jazz thing präsentiert:

Night of Stadtgarten

Mit dem Stadtgarten feiert am 4. September 2026 eine Kölner Live-Institution ihr 40-jähriges Jubiläum. Ins Leben gerufen 1986 von der Initiative Kölner Jazz Haus als unabhängige Spielstätte für aktuelle improvisierte Musik, präsentiert das Haus an der Venloer Straße nun seit vier Dekaden Jazz und seine experimentellen Ausläufer auf höchstem Niveau und mehreren Bühnen, neben dem 1986 eingeweihten Konzertsaal auch im Kellerclub JAKI und auf der Open-Air-Bühne Green Room.

Luise Volkmann (Foto: Thekla Ehling)

Heute kann der Stadtgarten auf eine kurvenreiche, aber konsistente Geschichte zurückblicken: „Vom Kölner Jazzhaus zum Europäischen Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik“ – wie es im Untertitel der Monografie „Stadtgarten – Das Buch“ von Jazz-thing-Autor Martin Laurentius heißt. Es basiert auf Interviews mit Musiker:innen und Aktivist:innen, die die Geschichte der Institution mitgestaltet haben, darunter auch der langjährige Programmchef Reiner Michalke und seine Nachfolgerin Kornelia Vossebein (seit 2022).

Selendis Johnson (Foto: studio pramudiya)

Das Buch wird am 4. September im Rahmen der Night of Stadtgarten präsentiert, einer Jubiläumsfeier mit über 20 Konzerten auf allen Bühnen und bei freiem Eintritt. Mit dem Programm und dem Wimmelbild auf dem Poster zelebriert der Stadtgarten nicht nur eine bewegte Vergangenheit, sondern auch eine lebendige Gegenwart: Mit der Geschichte des Hauses verbundene Künstler:innen wurden eingeladen, aus diesem Anlass eigene und auch neue Wunschprojekte zu realisieren.

In diesem Sinne eröffnet Saxofonistin Luise Volkmann mit ihrem Quartett die Feierlichkeiten mit dem Programm „Die Patin – Saxophon Mafia Mash Up“ – zu hören sein werden eigene, zeitgemäße Bearbeitungen von Stücken aus dem Bandbook der Kölner Saxophon Mafia, die ihr Bühnendebüt im prähistorischen Jahr 1981 beim „4. Kölner Jazz Haus Festival“ feierte und auch beim Eröffnungsfestival im Stadtgarten vor 40 Jahren spielte.

Rebekka Salomea (Foto: Niclas Weber)

So wie die Mafia und Volkmanns Quartett kommen auch die Fun Horns ohne Rhythmusgruppe aus, und das auch schon seit 40 Jahren! Das im damaligen Ost-Berlin gegründete Quartett widmet sein Programm mit Miles Davis (100) einem weiteren Jubilar. Zu den zahlreichen exklusiven Begegnungen gehört das Konzert von Niels Klein (Saxofon), Robert Landfermann (Kontrabass), Jonas Burgwinkel (Schlagzeug) und einer vierten Mitspielerin, deren Identität aber erst am 4. September gelüftet wird.

Die New Yorker Posaunistin und Vibrafonistin Selendis Johnson wurde eingeladen, ein neues Werk zu entwickeln und in Wunschbesetzung aufzuführen, zu der auch Perkussionistin Orchid McRae gehört. In Köln fand sie Verbündete in Moritz Wesp (Posaune), Jonas Engel (Altsaxofon) und Florian Herzog (Kontrabass).

Auch Sängerin Rebekka Salomea hat für ihren Stadtgarten-Auftritt ein Dream Team zusammengerufen, bestehend aus befreundeten Musiker/-innen aus Köln, Amsterdam und Berlin. Spannende Zweier-Kombinationen versprechen Sängerin Lucia Cadotsch und Pianist Jozef Dumoulin, deren Duo aus der gemeinsamen Band AKI hervorging, Saxofonistin Angelika Niescier im risikofreudigen Dialog mit der Pianistin Marta Warelis sowie die Begegnung zwischen Hayden Chisholm und Manos Tsangaris, die gemeinsam alle Klischees von Saxofon und Schlagzeug hinter sich lassen.

Fred N'thepe (Foto: Niclas Weber)

Zu den weiteren Höhepunkten eines an Höhepunkten nicht eben armen Programms gehören ein Solokonzert von Trompeter Nils Petter Molvær unter freiem Himmel und der Auftritt des französischen Keyboarders und Komponisten Neue Grafik alias Fred N‘thepe mit seinem neuen Projekt „Rachael“. Abgerundet wird die Night ab Mitternacht mit einem stilistisch breit gefächerten DJ-Programm auf allen Bühnen, denn auch legendäre Clubnächte gehören zur reichen Geschichte des Stadtgartens.

Weitere Infos bietet die Website des Stadtgarten.

Foto
Thekla Ehling, studiopramudiya, Niclas Weber

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