Jazz thing präsentiert:

27. European Jazztival

Das Schloss Elmau am Fuß des Wettersteingebirges hat eine lange Geschichte, in der sich Kultur und Politik vermischen – von Kammermusikabenden der Pianistin Elly Ney während des Ersten Weltkriegs bis zu den G-7-Gipfeln im 21. Jahrhundert.

Konzertsaal (Foto: Schloss Elmau)

Die Musik gehört seit Beginn an dazu und mittlerweile auch ein Jazzprogramm, das seit 27 Jahren mit dem European Jazztival im November seinen alljährlichen Höhepunkt hat. Zwischen herrlicher Landschaft und preisgekröntem Hotel-Spa verspricht das Programm elf nicht alltägliche Konzerte an sechs Tagen, beginnend mit dem Eröffnungskonzert am Montag, dem 9. November 2026, mit einem Gipfeltreffen zwischen Trompeter Till Brönner und Kontrabassist Dieter Ilg.

Sullivan Fortner Trio (Foto: John Abbott)

Am folgenden Tag tritt mit dem Pianisten Sullivan Fortner ein Grammy-Preisträger und von der Jury des Deutschen Jazzpreises als „Künstler des Jahres international“ ausgezeichneter Virtuose mit seinem Trio auf. Das Konzert am Abend bestreitet mit Four Wheel Drive eine europäische Supergroup, bestehend aus Nils Landgren (Posaune, Gesang), Michael Wollny (Piano), Lars Danielsson (Bass) und Wolfgang Haffner (Schlagzeug).

Golnar & Mahan Trio (Foto: Ina Aydogan)

Außereuropäische Klänge stehen am Mittwoch im Mittelpunkt mit dem Nachmittagskonzert des Golnar & Mahan Trios, das iranische Traditionen mit westlicher Moderne mischt, und dem abendlichen Auftritt des Kora-Virtuosen Ballaké Sissoko. Am Donnerstag lässt sich mit dem New Morning Trio des israelischen Mundharmonikaspielers Yotam Ben-Or und dem Duo der Saxofonistin Emma Rawicz und Pianist Gwilym Simcock der musikalische Horizont erweitern.

Das Vokalquartett Of Cabbages and Kings und sein Programm mit dem Titel „Concurrency“ sowie das ebenfalls mit einem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnete Berliner Moses Yoofee Trio bilden das Kontrastprogramm am Freitag, bevor das Festival am Samstag mit zwei Höhepunkten endet: Trompeter und Pianist Sebastian Studnitzky führt in Kooperation mit der Sängerin Anastasiia Pokaz und dem Streichquartett der Philharmonie Odesa seine Komposition „Memento Odesa“ auf, und Pianist Brad Mehldau beschließt das Festival mit einem Solokonzert.

Weitere Informationen findet man auf der Website des Schloss Elmau.

Foto
Schloss Elmau, John Abbott, Ina Aydogan

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