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J Jazz: Deep Modern Jazz From Japan Vol. 5

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J Jazz: Deep Modern Jazz From Japan 1970 - 1988 Vol. 5 (Cover)Heute gilt Japan als eines der Länder, in denen der Jazz am stärksten verbreitet ist. Jazz ist in Bars oder sogar in Bahnhöfen zu hören, und die sogenannte Jazz-Kissa-Kultur, bei der Kunden stundenlang Jazzplatten in Cafés genießen können, ist ein typisch japanisches Phänomen. Ab den späten 1960er Jahren spornte der eklektische Saxophonist Sadao Watanabe andere junge Künstler an, sich weg von der Blue-Note-Kopie hin zu Free Jazz, Fusion-Funk, Spiritual und Modal zu entwickeln. Kühne Virtuosen wie Pianist Masahiko Sato, Drummer Motohiko Hino oder Bläser Seiichi Nakamura bauten nun Rock- und elektronische Elemente ein, nahmen Einflüsse aus Afrika oder auch Brasilien auf. Diese drei plus elf weitere Akteure der Jahre 1970 bis ’88 sind auf der finalen Folge von „J Jazz“ mit teils sehr raren wie vielfältigen, tiefgründigen Aufnahmen dabei. Das alles spiegelt die reiche und abwechslungsreiche japanische Jazzszene wider – einer goldenen Ära der Innovation und Kreativität.

Text
Olaf Maikopf
, Jazz thing 164

Veröffentlicht am unter Reviews

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