Lugano: Neues Festival

Sarah BuechiSarah BuechiDer Ethnomusikologe Johannes Rühl, früher künstlerischer Leiter der Alpentöne im schweizerischen Altdorf, hat nun südlich des Gotthards, im tessinischen Lugano eine neue Konzertreihe aufgegleist. „FÖHN – Die neuen Klänge der Alpen“ heißt sie, ist Teil der seit neun Jahren etablierten Reihe „LAC en plein air“ und wird 2026 erstmals vom 21. bis 30. August stattfinden. Die stilistische Ausrichtung bewegt sich in Rühls Spezialgebiet, den „zeitgenössischen Formen der Neuen Volksmusik und dem transalpinen Dialog zwischen Tradition und Experimentierfreudigkeit“.

Das wird an fünf Abenden vorgestellt – ein kleiner Ausschnitt: Das Trio Pflanzplätz lotet neue Musizierformen mit dem Schwyzerörgeli aus, bevor das Duo Bottasso alpine Wurzeln, Improvisation und Elektronik zu einem zeitgenössischen Folk verbindet. Die Sängerin Sarah Buechi präsentiert ihre „Pink Mountain Sagas“, die von alpinen Mythen inspiriert sind. Weitere Frauenpower gibt es mit der Songwriterin Giuia, die sich mit dem Organetto-Meister Riccardo Tesi zusammenfindet, und mit Trëi, die ein Programm um Hebammen, Seherinnen, trauernde Frauen und Hexen auf die Bühne bringen. Das Ensemble histoirefuture befasst sich in der „Musica Transalpina“ mit dem musikalischen Austausch zwischen dem Norden und Süden der Alpen um 1600. Und zum Finale ist mit dem Aba Trio eine neugegründete Formation um den Geiger Andreas Gabriel zu hören, der mit Björn Meyer am Mandobass und Andi Pupato am Schlagzeug den Raum zwischen naturtöniger Tradition und Experiment untersucht.

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„FÖHN – Die neuen Klänge der Alpen“

Text
Stefan Franzen
Foto
Jessica Prinz

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Bezau Beatz 2026