Das Berliner Improv-Duo Tras besteht aus der Schlagzeugerin, Sängerin und Pianistin Teresa Riemann und der Knöpfchendrückerin, Rumschreierin und Klangterror-Kreateurin (Eigenbeschreibung) Asja Skrinik. Beide sind sich hier und da über den Weg gelaufen – so war Riemann Skriniks Nachfolgerin am Mikrofon von BALG – und haben vor zwei Jahren Tras gegründet (der Bandname verbindet ihre Initialen). Weiß man all das, erwartet man keine leichte Kost. Und in der Tat ist „Zcajk“ eine anstrengende Platte. Unrund rumpelt das Schlagzeug, die Stimmen verbinden und überschlagen sich und Songtitel wie „Selbstmörderfangnetz an der Okertalsperre“ oder „Sit Stand Play Dead“ machen schon deutlich, dass es auf dieser Platte, die es übrigens auch als MC gibt, ungemütlich zugeht. Es braucht eine Weile, bis man sich als Gast willkommen fühlt, heißt es im Infozettel und mehr, als ein Gast zu sein, sollte man auch nicht erwarten.
Text
Rolf Thomas
Ausgabe
, Jazz thing 163
Veröffentlicht am 20. Apr 2026 um 07:58 Uhr unter Reviews