Elbphilharmonie: Lost Music

Roots RevivalRoots RevivalIm Rahmen vom Internationalen Musikfest Hamburg stellt die Elbphilharmonie Hamburg in einer kleinen Reihe namens „Lost Music“ Klänge bedrohter Musikkulturen vor. Im ersten Konzert am 7. Mai geht es um die Musik der Krim-Tataren: Der Multiinstrumentalist, Liedersammler und Komponist Dzhemil Karikov und seine Tochter Nial Khalilova geben zusammen mit der ukrainischen Vokalistin Natalia Rybka-Parkhomenko ein eindrückliches Zeugnis, wie sich diese einzigartige islamische Tradition bis heute behaupten konnte und nun im Exil in Lemberg einen neuen Dialog anregt.

Mit Elaha Soroor ist am 15. Mai ein international bekanntes Sprachrohr der afghanischen Minderheit der Hazara an der Elbe zu Gast. Soroor, die vor den Taliban nach London floh, zeigt einen Weg auf, wie die Tradition ihrer Minderheit sich in der heutigen globalen Popwelt behaupten kann. Sie formte mit ihrer Band Kefaya eine neue Musik mit Volksliedern im teils rockigen Gewand. In Hamburg ist sie mit dem Ensemble Roots Revival zu erleben. Die libanesische Sängerin Ghada Shbeir erforscht als Professorin für Orientalistik und liturgischen Gesang die aramäischen Kirchengesänge. Mit dem französischen Gamben-Virtuosen François Joubert Caillet hat sie für ein Programm entwickelt, das die Alte Musik des Okzidents mit der des Orients im Hier und Jetzt vereint und am 23. Mai das als Finale der Dreierserie in Hamburg auf die Bühne kommt.

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Elbphilharmonie Hamburg

Text
Stefan Franzen
Foto
Georg Cizek-Graf

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