Berlin: Gaswerk Music Days

Der Eröffnungstag steht unter dem Titel „Modula“ im Zeichen der Live-Modular-Systeme, der Modelleisenbahn des gereiften Techno-DJs, aber auch Experimentierfeld für junge Tüftler:innen. Mit beliebig erweiterbaren Modul-Verschaltungen improvisieren und verzaubern zum Beispiel NSI., eine Kollaboration der Techno/Ambient-Veteranen Tobias Freund und Max Loderbauer, und Sarah Wreath, die 2025 ihre erste 12’’ auf Wabi Sabi veröffentlichte. Übergreifender Titel für den 24. nnd 25. Juli ist „Afrosonic Lineage“. An zwei Abenden vertieft die Gaswerk-Community ihre Kontakte zur afrikanischen und afro-diasporischen, zumeist elektronischen Musik. So besteht weiterhin ein reger Austausch zum Nyege-Nyege-Festival in Kampala, Uganda. Zu den Konzert-Highlights zählen das brasilianisch-senegalesische Duo Ancestral Futures am Samstag und das japanisch-ugandische Gespann MC Yallah und DJ Scotch Rolex am Sonntag.
Das Konzept des Radical Music Lab erlaubt es Performer:innen und Residents derweil, an einem erweitern DJ-Setup spontan und unmittelbar ins musikalische Gespräch zu kommen. Zu erwarten ist Unerwartetes von Jokwiz, Jay Mitta, Maganda Shakul, Mc Yallah, Catu Diosis oder Rhythms Of Prescott in verschiedenen Konstellationen. Das zweite Wochenende beginnt am 31. Juli mit dem Programm „Kraut und Impro“ und verspricht dabei, neben einem Auftritt der unverwüstlichen Band Embryo, eine prominent besetzte „Crazy Mega Jam“. Der Schwerpunkt „Pulse & Current“ am 1. August verweist auf Strom, Ströme und Strömungen und äußert sich in komplexen Rhythmen, mikrotonalen Skalen und genre- und grenzübergreifenden Rückkoppellungen. Zum Line-up gehört eine Kollaboration zwischen Elektroniker Burnt Friedman und Drummer João Pais Filipe, ein Quartett um den Kairoer Gitarristen Maurice Louca mit der Musik seines letztjährigen Albums „Barĩy (Fera)“, sowie ein Set von Rabih Beaini, dem Betreiber des Labels Morphine Records und des Studios Morphine Raum in Berlin. Den krönenden Abschluss bildet der Sonntag unter dem Titel „Dub & Drift“, mit Sets der tunesischen Produzentin Azu Tiwaline und des Live-Dub-Trios Holy Tongue mit Schlagzeugerin Valentina Magaletti.
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