8: Jazzwoche Berlin

Holly SchlottHolly SchlottBerlin ist international wohl eine der aufregendsten Städte für Jazz und improvisierte Musik. An 365 Tagen im Jahr sind diese Genres in der deutschen Hauptstadt präsent und zeigen sich oftmals stilistisch vielfältig, experimentierfreudig und offen für neue Formen zwischen Mainstream und Avantgarde. Zum achten Mal veranstaltet die IG Jazz Berlin vom 20. bis 26. Juni nun ihre Jazzwoche Berlin und stellt die kreative Jazzlandschaft in der Hauptstadt in den Mittelpunkt. Unter dem Motto „collective improv(e)ment“ verbindet die diesjährige Ausgabe künstlerische Praxis mit sozialen und kulturpolitischen Fragestellungen. Im Mittelpunkt soll eine kollektiv gestaltete Musik stehen, die improvisierend aus dem Moment entsteht, aus gegenseitigem Zuhören, spontanen Impulsen und gemeinsamer Gestaltung.

Zugleich verweist das Motto auch auf die Strukturen hinter der Bühne. Die Berliner Szene ist von Kollektiven, Netzwerken und selbstorganisierten Zusammenschlüssen geprägt, in denen neue Formen der Zusammenarbeit und Produktion ausprobiert werden. Die Jazzwoche versteht sich auch als Ort für Austausch über die Bedingungen musikalischer Arbeit. Jazz und improvisierte Musik lassen sich halt nicht nur als musikalische Ausdrucksform, sondern auch als kollektive Prozesse begreifen. Das Eröffnungskonzert im Gretchen wird unter anderem Holly Schlott mit ihrem Ensemble UNIQUE geben, gefolgt von Auftritten zum Beispiel von Kaya Byinshii, vom Gisela Horat Trio, vom Matthew Liebeck Quartett und KOOB. Das komplette Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt begannt gegeben.

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Jazzwoche Berlin

Text
Martin Laurentius
Foto
David Beecroft

Veröffentlicht am unter News

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