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Pit Huber

Wenn ein Graubündner die Hauptstadt Österreichs zu seiner Wahlheimat erklärt, muss so viel Übermut auch belohnt werden. Daher steht Mathias Rüegg immer ganz oben auf der Kandidatenliste, wenn in Wien ein Kunst- oder Kulturpreis zu vergeben ist. Vor vielen Jahren schon erhielt er für seine genial-anarchischen Konzertansagen den angesehenen Wiener Förderpreis für unfreiwillige Bühnenkomik. Später wurde er sogar in die „Galerie Wiener Art“ aufgenommen: Dort prangt jetzt gleichrangig neben Käsekrainer Wiener Art auch das Vienna Art Orchestra. Als die möglichen Auszeichnungen für Rüegg knapp zu werden drohten, gründete er 1996 vorsichtshalber noch den Österreichischen Jazzpreis. Nur für den Notfall.

Jetzt ist Rüegg für den „Kunst Konzept Preis“ der Stadt Wien vorgeschlagen. Immerhin war es Rüegg, der das Quantitäts-Konzept im Jazz zu einer eigenen Kunstform erhoben hat. Unvergessen ist sein Projekt „From No Time To Rag Time“, in dem er gleich sieben Klassiker der Jazzgeschichte (darunter zwei von Wiener Musikern!) mit sieben eigenen Variationen versorgte. Oder „Fe & Males“, als er die Solisten zu sieben gemischtgeschlechtlichen Pärchen sortierte. Oder die Sammel-Hommage an zwölf historische Big-Band-Leader. Oder die komplette Jazzgeschichte in 14 Zehn-Jahres-Schritten. Oder die „Ways“-Trilogie, die Konzeptalben zu Satie, Johann Strauß, Jean Cocteau, Verdi-Wagner-Schubert, Ellington 1, Ellington 2 und Ellington-Mingus. Und dann der triumphale, originelle Art-Zyklus: Art With Heart, Art Is Smart, Art To Dance, Art In Trance, Art To Lunch, Art With Punch…

Zum 30. Jahr des Vienna Art Orchestra plant Rüegg übrigens das Über-Programm: Auf drei CDs will er auf musikkonzeptionelle Art 13 Hollywood-Diven, 13 Nobelpreisträger und 13 beliebte Zootiere porträtieren. Schon jetzt preisverdächtig.

Pit Huber

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3 Kommentare zu „Groß-Art (Mathias Rüegg)“

  1. ich weiß zwar nicht genau was das soll , aber ich glaube sie ticken nicht ganz richtig …

  2. aja , und am end glauben die leut das noch mit den zootieren!

  3. Das mit den Zootieren war doch eine schöne Idee. Versteh ich nicht, dass er jetzt nur die Hollywood-Schönen und die Wissenschafts-Genies genommen hat. Kostet ihn womöglich einen Ehrenpreis.

    Visionaries & Dreams
    Portraits of 13 Couples

    1. Jean Harlow meets Leonardo da Vinci; 2. Grace Kelly meets René Descartes; 3. Rita Hayworth meets Isaac Newton; 4. Louise Brooks meets Immanuel Kant usw.

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