Das blumige Albumcover verspricht nicht zu viel: Auf seiner inzwischen fünften Einspielung unter eigenem Namen präsentiert der Trompeter Maik Krahl einen großen Strauß an verschiedenfarbigen Stilistiken. Das reicht von folkloristisch anmutenden Themen über lässig souljazzig Groovendes à la Roy Hargrove bis hin zu sensiblen Verschränkungen von Stimme (Tamara Lukasheva) und Horn, die stellenweise Erinnerungen an die Zusammenarbeit von Norma Winstone und Kenny Wheeler im Trio Azimuth wecken. Gemeinsam mit Constantin Krahmer am Klavier, Jakob Kühnemann am Bass und Fabian Rösch an den Drums erweist sich Krahl dabei nicht nur als Ikebana-Meister abwechslungsreicher Song-Arrangements, sondern auch als ausgesprochen dufter Solist. Mit langem Atem, abenteuerlichen Volten und einem ungemein warmen Ton zeigt der Trompeter, dass er in voller Blüte steht.
Text
Josef Engels
Ausgabe
, Jazz thing 166
Veröffentlicht am 02. Nov 2026 um 07:59 Uhr unter Reviews