In ihrem neuen Album „Trip The Night Fantastic“ verhandelt die Schlagzeugerin Terri Lyne Carrington die großen Themen der Zeit. In ihren musikalischen Erzählungen geht es um derzeitige gesellschaftliche Abgründe – und den Weg hinaus. Wie in „Riddim Song“ über schwarzen Feminismus innerhalb der afrikanischen Diaspora. Oder „Identity Song“ über Geschlechteridentität, queeres Selbstverständnis und Unterstützung sexueller und geschlechtlicher Minderheiten. Ein Herzensprojekt der offen queeren Carrington, die an der Berklee School of Music das Institut für Jazz und Geschlechtergerechtigkeit leitet. Hier ist auch die Harfenistin Brandee Younger zu hören, zusammen mit dem einfühlsamen Gesang von Michael Mayo: verdichtet und dringlich. Ein großer Wurf.
Text
Maxi Broecking
Ausgabe
, Jazz thing 165
Veröffentlicht am 22. Okt 2026 um 07:59 Uhr unter Reviews