Als beeindruckendes Gesamtkunstwerk inszeniert die Wiener Kontrabassistin und Vokalistin Helene Glüxam ihr Soloprojekt „Nachtvogel“. Live spielt sie vor Videoprojektionen, die in fließenden Formen ineinanderlaufen. Doch auch in der Albumversion funktioniert der Sog des tief gestrichenen Basses mit den Stimmmodulationen, die an Meredith Monk und Laurie Anderson erinnern. Für diese meditative, eine spannende tonale Einheit bildende Produktion wurde Glüxam, die im letzten Jahr mit dem Österreichischen Jazzpreis als „Best Newcomer“ ausgezeichnet wurde, in das Förderprogramm NASOM („The New Austrian Sound Of Music“) aufgenommen. Virtuos kombiniert Glüxam auf „Nachtvogel“ minimalistisch-repetitive Strukturen mit kunstvoll improvisierten Stimmlauten. Eindrucksvoll.
Text
Maxi Broecking
Ausgabe
, Jazz thing 165
Veröffentlicht am 07. Sep 2026 um 07:59 Uhr unter Reviews