Stadtgarten@40: Das Buch

Es führt zunächst zurück in die Zeit, in der Köln die einzige Stadt in der Bundesrepublik war, deren Musikhochschule erst ein Jazzseminar anbot und ab 1981 einen regulären Studiengang Jazz hatte. Die IJHK wurde von 1978 Studenten wie Reiner Michalke und Matthias von Welck gegründet, um dieser jungen Szene in der Stadt eine Livespielstätte zu erschließen. Das führte zunächst zum Jazz Haus Festival, und später zum Kölner Jazzkrieg mit dem kommerzieller ausgerichteten Jazzboard, den Laurentius ebenso kenntnisreich nachzeichnet wie die glückliche Übernahme des Stadtgartens durch die IKJH.
Aber das ist nur der Beginn einer 40-jährigen Geschichte mit Krisen und Höhepunkten und einem großartigen Personal: in den Hauptrollen eine unverwüstliche Interessengemeinschaft, die von Beginn an „basisdemokratisch und selbstverwaltet“ operierte, und im Laufe ihrer Geschichte einige der besten Musiker:innen der Welt nach Köln in den Stadtgarten holte. Exkurse widmen sich den verschiedenen Projekten, die von der IJHK ausgingen und sich später verselbständigten, darunter das Label JazzHausMusik, die Offene Jazz Haus Schule, aber auch die erste Partyreihe im Haus, The Soulful Shack. So ergibt sich eine faszinierende und, was die leider etwas aus der Mode gekommene, kollektive Selbstverwaltung betrifft: lehrreiche Geschichte „Vom Kölner Jazzhaus zum Europäischen Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik“, wie es im Untertitel heißt. Sie liest sich spannend und dank des schönen Layouts mühelos weg, deutscher Text und englische Übersetzung laufen flüssig parallel. Herausgegeben von der Initiative Jazz Haus erscheint das Buch am 15. September im J.P. Bachem Verlag und kostet 24 Euro.
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Night of Stadtgarten





