In den Zwischenräumen von Schlaflosigkeit und Erinnerungslücken bewegen sich die Kompositionen des französisch-schweizerischen Saxofonisten Marc Jufer und seinem europäisch-amerikanischen Quartett mit der Posaunistin Josephine Nagorsnik, dem Bassisten Christian Weber und dem Schlagzeuger Devin Gray. Gemeinsam schaffen sie Umrisse einer sich langsam ausbreitenden Klanglandschaft geschichteter melodischer und rhythmischer Texturen – wie etwa in dem titelgebenden Eröffnungsstück, das als Unisono von Jufer und Nagorsnik beginnt und sich dann in verschiedene Richtungen bewegt. In dem Stück „Scary Night“ wird die Musik zu einem unruhigen, nervösen Flimmern. Eine energetische Verdichtung, aus der Jufers Saxofon mit kunstvollen Überblasungen auftaucht. Humorvoll und virtuos.
Text
Maxi Broecking
Ausgabe
, Jazz thing 163
Veröffentlicht am 03. Aug 2026 um 07:57 Uhr unter Reviews