Ketil BjørnstadVom 18. bis 23. März findet in Schwäbisch Hall zum 20. Mal das JazzArtFestival statt. Ausgerichtet seit 2007 von Jazzclub und Kulturbüro Schwäbisch Hall, Goethe-Institut und Konzertkreis Triangel, präsentiert das Festival an fünf Tagen neun Konzerte in der familiären Atmosphäre der Hospitalkirche. Der Auftakt steht im Zeichen des Jubiläums: Vor 20 Jahren spielte der norwegische Pianist und erfolgreiche Roman-Autor Ketil Bjørnstad bei der ersten Ausgabe des Festivals ein Solo-Konzert und las zudem aus seinem Buch „Vindings Spiel“. Nun schließt er den Kreis mit einer Aufführung seines Albums „Evening Song“ (ECM/Universal). Tags darauf kommt die neue Generation zu Wort mit Auftritten des Trios Leppinski3 um die Nürnberger Sängerin Agnes Lepp, die mit Gitarrist Filip Wisniewski und Saxofonist und ECHO-Jazz-Preisträger Lutz Häfner auf eine Rhythmusgruppe verzichtet und stattdessen über live eingespielten Loops groovt, und der Tiny Brass Band um Marcus Mehl. Das von „Jazz Baden-Württemberg“ geförderte Quartett setzt auf „Brass Band Voodoo“ und kreative Eigenkompositionen für Mehls Saxofon, Trompete (Christian Mehler), Tuba (Johannes Bär) und Schlagzeug (Ferenc Mehl).
Schweizer Volksmusik ist am Freitag Startpunkt der musikalischen Reise des Berner Quartetts Viertaktmotor mit der reizvoll urtümlichen Besetzung Hackbrett, Cello, Akkordeon und Kontrabass. Über alle geografischen Grenzen hinweg spielt am selben Abend das Trio Pulsar, bestehend aus Aaron Christ (Schlagzeug) Beate Wein (Klavier) und Matyas Wolter (Sitar, Surbahar). Samstag ist der Tag der Stars: Pianistin Anke Helfrich spielt mit Dietmar Fuhr (Bass) und Jens Düppe (Schlagzeug) ihr Programm „We’ll Rise“, eine Hommage an starke Frauen nicht nur, aber auch im Jazz. Das zweite Konzert des Abends bestreitet der norwegische Trompeter Nils Petter Molvær, ebenfalls in Trio-Besetzung und auf Basis seines Albums „Stitches“ (Modern Recordings/Warner). Zum Abschluss am Sonntag gibt der norwegische Gitarren- und Lauten-Virtuose Rolf Lislevand ein Solo-Konzert, das einen Bogen vom Jazz zum Barock schlägt, bevor die Stühle weggeräumt werden und das Festival zu den Klängen der niederländischen Brass Band Gallowstreet seinem Ende entgegenrockt.
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Text
Eric Mandel
Foto
Hans Fredrik Asbjørnsen
Veröffentlicht am 06. Mrz 2026 um 07:13 Uhr unter News