162: Die neue Ausgabe von Jazz thing

Jazz thing 162Jazz thing 162Im ersten Heft des neuen Jahres gibt es immer auch einen Rückblick auf das vergangene Jahr. In dieser Ausgabe finden sich stets die TopTen mit den zehn Lieblingsalben aus dem Vorjahr der Jazz-thing-Mitarbeiter/-innen. Und auch diesmal ergibt sich wieder ein gleichermaßen diverses wie vielfältiges Bild der Alben aus 2025, die es in die Charts geschafft haben. Das zeigen auch die kumulierten TopTen: Auf Platz 1 ist „Open Up Your Senses“ (Artwork/Integral) des jungen afroamerikanischen Sängers Tyreek McDole zu finden, gefolgt von „Tokyo“ (ECM/Universal) des Trios um den österreichischen Gitarristen Wolfgang Muthspiel und dem Remake des Albumklassikers „Belonging“ (Blue Note/Universal) vom Branford Marsalis Quartet auf den Plätzen 2 und 3.

„Seine Karriere fand nicht unbedingt in der allerersten Reihe statt, und deshalb wird ,der Bebop-Typ‘ zuweilen unterschätzt“, schreibt Jazz-thing-Chefredakteur und -Herausgeber Axel Stinshoff in seinem Editorial zur neuen, 162. Ausgabe. „Für uns gehörte George Coleman aber schon immer zu den ,American Jazz Heroes‘ – und war entsprechend auch in der zweiten Ausgabe unserer so betitelten Bücher vertreten.“ Im Alter von 90 Jahren ist der afroamerikanische Tenorsaxofonist immer noch aktiv und hat sich einen langgehegten Wunsch erfüllt: mit „With Strings“ (High Note/ZYX) ein komplettes Album aufzunehmen, auf dem sein voluminöser, bauchig-runder Ton von Streichern umschmeichelt wird.

Der Posaunist Nils Landgren mag es gerne klassisch. Anlässlich seines 70. Geburtstag, den der Schwede am 15. Februar feiern wird, veröffentlicht er „Love Of My Life“ (ACT/edel), das er mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra plus Rhythmusgruppe und der Sängerin Ida Sand aufgenommen hat. Auch das Groove-Monster Shake Stew um den österreichischen Bassisten Lukas Kranzelbinder feiert runden Geburtstag, allerdings erst seinen zehnten; den indes mit neuer Platte, vielen Konzerten und einem optimistischen Ausblick in die Zukunft. Der Weilheimer Saxofonist Johannes Enders spricht über sein neues Album „Standard Questions“ (enja/edel), die norwegische Sängerin Rebekka Bakken erklärt, warum die Songs auf „Nord“ (Supreme/Naxos) in den Kirchen- und Volksliedern ihrer Kindheit verwurzelt sind, und R&B-Vokalistin Jill Scott berichtet über die Entstehung ihres sechsten Albums „To Whom It May Concert“ (Blues Babe Records/The Orchard).

Für die sechste Folge der Artikelserie „Routines & Rituals“ hat sich der Saxofonist Tobias Meinhart mit dem Gitarristen Ben Monder und dem Saxofonisten Miguel Zénon getroffen. Bereits bei Folge 99 sind wir mit unserer Interview-Reihe „Produktivkräfte der Musikwelt“ angelangt: Diesmal ist Markus Knierim im Gespräch, der in Kassel das Theaterstübchen leitet und jährlich den Jazzfrühling verantwortet. Anlässlich der Reihe „Jazz thing at the King“ kommt am 15. März das Supersonic Trio von Lawrence Fields ins Kölner King Georg, und am 27. März haben sich John Scofield und Dave Holland für „Jazz thing at Nica Jazz Club“ in Hamburg angekündigt. Und dann vermeldet Stinshoff noch den Start der neuen Konzertreihe „Jazz thing at Bergson“: „Am 7. März 2026 im Bergson Kulturkraftwerk München – bei der Premiere gibt Spaniens Shooting-Star und Tastenmagier Marco Mezquida sich die Ehre.“ All das und vieles mehr gibt es in der 162. Ausgabe von Jazz thing zu lesen, die ab dem 31. Januar am Kiosk ist.

Weiterführende Links
„Contents. Ausgabe 162“

Text
Martin Laurentius

Veröffentlicht am unter News

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