ELBJAZZ 2018

Vogelperspektive

Le Noir

(Boomslang Records)

Vogelperspektive Vol. 3 - Le NoirAuf der dritten Folge seiner „Vogelperspektive“-Reihe huldigt der Schlagzeuger Alfred Vogel im Verein mit dem E-Geiger Simon Frick und dem Bassisten Lucas Dietrich dem Blues. Doch die Karohemdenträger und Pilstrinker, die sich jetzt auf eine gemütliche Runde Zwölftakter freuen, seien gewarnt: Was Vogel und seine Spießgesellen unter Blues verstehen, ist vor allem furchtbar anstrengend. Da werden Interviewfetzen mit verdienten Blues-Heroen unter ein äußerst rudimentäres musikalisches Geschehen gemischt. Es rumpelt und ächzt, schabt und quietscht: Fricks Geige hört sich mal wie ein Zahnarztbohrer, mal wie Jean-Luc Ponty im Drogenrausch an. Das kann durchaus seinen Charme entwickeln, wenn die drei in einer leiseren Nummer wie „Strange“ einer melancholischen Stimmung Raum lassen. Alles in allem aber ist das Trio eher an Geräuschen als an Strukturen interessiert. Wie man annehmen kann, dass diese Musik „zum Tanzen anstacheln“ kann, bleibt wohl der Fantasie des Infoschreibers vorbehalten.

Text
Rolf Thomas
, Jazz thing 94

Veröffentlicht am unter Reviews
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