Connie Han

Secrets Of Inanna

(Mack Avenue/in-akustik)

Connie Han – Secrets Of Inanna (Cover)Es geht um Sex, um Liebe, Fruchtbarkeit, Sinnlichkeit und um Krieg. Die Pianistin Connie Han, die sich gerne auf ihren Albumcovers aufreizend freizügig zeigt, hat mit ihrem aktuellen Werk „Secrets Of Inanna“ ein mythologisches Ambivalent für ihre Kunst gefunden. Wenn die 26-jährige Amerikanerin von der mesopotamischen Königin Inanna spricht, dann klingt dies auch wie eine Charakterisierung ihrer selbst. Diese sei ein „leuchtendes Beispiel für Weiblichkeit, Anmut und Ausstrahlung, facettenreich, selbstbewusst in ihren sexuellen Eroberungen und ihrer Kühnheit“. In der Tat schafft es Han, nahtlos an ihr brillantes Album „Iron Starlet“ von 2020 anzuknüpfen. Gemeinsam mit Bill Wysaske, John Patitucci oder Rich Perry gelingt ihr ein emotionales, permanent groovendes Epos, bei dem sie ihre pianistischen Fähigkeiten, aber auch die ihrer Sidemen optimal zur Geltung bringt.

Text
Reinhard Köchl
, Jazz thing 146

Veröffentlicht am unter Reviews

Michael Wollny