ELBJAZZ 2018

Caroline Henderson

Jazz, Love & Henderson

(Sony)

Caroline Henderson - Jazz, Love & HendersonDer Titel – zu einem Drittel ist er eine kleine Mogelpackung. Jazz? Der zeigt sich hier höchstens in sehr stilisierter Form, in Andeutungen. Zum Ausgleich für die Finte gibt es aber reichlich „Love“ und „Henderson“. Die in Dänemark lebende, schwedisch-amerikanische Sängerin Caroline Henderson pflegt auf ihrem neuen, teils autobiografisch gefärbten Album einen edlen, teils üppig orchestrierten Retro-Pop, der sich mitunter wie Soundtrack-Musik geriert. Gleich die erste Nummer klingt nach einer Bewerbung für die Titelmelodie des im Herbst in die Kinos kommenden neuen James-Bond-Films – mit einem Gesangsvortrag, der die charakterstarke 50-jährige Diva für die direkte Nachfolge von Shirley Bassey empfiehlt. Wenn der große Klangkörper mal aussetzt, dann wartet „Jazz, Love & Henderson“ übrigens auch mal mit reizvollen kleinen Country-Applikationen auf – da ertönen im Hintergrund Banjo, Ukulele und Lapsteel, während die Sängerin mit Disco-Vergangenheit vorne ihre Persönlichkeit durch das Mikro schickt. Ganz klar werden einem beim Durchhören des Albums die kleinen Stilbrüche nicht, aber sie stören auch nicht weiter.

Jazz thing 94

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