Die Geigerin Jenny Scheinman, der Schlagzeuger Rudy Royston, der Bassist Thomas Morgan, der Cellist Hank Roberts und Eyvind Kang an der Bratsche zählen seit Langem zu Bill Frisells bevorzugten Musikern. Am 18. März ist der scheue Gitarrist aus Seattle 75 Jahre alt geworden und hat dafür „In My Dreams“, eine Mischung aus Live- und Studio-Aufnahmen, mit diesen Mitstreitern eingespielt. Die Fans werden sich auf ein Wiederhören mit Frisell-Klassikern wie „When We Go“ von seiner 40 Jahre alten ECM-Platte „Rambler“ oder „Small Hands“ von seinem ECM-Debüt „In Line“ freuen. Dass der Gitarrist sich seit Jahren gerne in Country- und Bluegrass-Gefilden tummelt, freut viele, einige träumen aber auch von einem lärmigeren Frisell, den es auch einmal gab. Die Live-Fassung von Duke Ellingtons „Isfahan“ dürfte aber hoffentlich alle begeistern – für mich zählt der Einzelgänger zu den besten (Jazz-)Gitarristen aller Zeiten.
Text
Rolf Thomas
Ausgabe
, Jazz thing 163
Veröffentlicht am 16. Apr 2026 um 07:57 Uhr unter Reviews