ELBJAZZ 2018

Adel Salameh

Awda

(enja/edel Kultur)

Adel Salameh - AwdaAdel Salameh schreibt im Textheft, dass ihn eine Reise in seine alte Heimat Palästina zu diesem Werk inspiriert habe. Küchendüfte, Ansichten vom Stadtviertel, Gesichter auf der Straße haben versteckte Gefühle in ihm erweckt. Das muss ein ziemlich international ausgerichteter Wachmacher gewesen sein – nicht nur, weil Salameh auch in Jerusalem war und sich da wie ein Fremder vorkam, ein „touriste étranger“. Die Musik ist zart, fragil, meditativ: Im Verein mit dem französischen Jazzgitarristen Philippe Roche und der Cellistin Valerie Dulac hat Adel eins der schönsten Oud-Alben der letzten Jahre eingespielt. Hier haben wir klassische Metren, aber auch streng mittelalterlich wirkende Themen mit fast keltischen Ringtanzmotiven, zuweilen winkt ein Hauch Andalusien herüber. Zwischen „Saône Et Rhône“ entdeckt der Maestro impressionistische Motive für seine Laute und die solistischen Vorträge aller Beteiligten wirken hier zum Niederknien romantisch.

Text
Uli Lemke
, Jazz thing 87

Veröffentlicht am unter Reviews
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