Frankfurt: Jazz im Palmengarten

Rebecca Trescher TentettRebecca Trescher TentettSeit 1959 gibt es in Frankfurt am Main die Konzertreihe Jazz in Palmengarten. Ins Leben gerufen wurde sie damals vom Journalisten und Veranstalter Werner Wunderlich, der Jazz im Palmengarten bis 2002 auch verantwortet hatte. Oft gehörter Gast dieser ältesten, noch immer stattfindenden Open-Air-Konzertreihe war lange Zeit Frankfurts Jazzsohn Nr. 1, Posaunist Albert Mangelsdorff, der bis zu seinem Tod 2005 regelmäßig dort auftrat. Zudem war der Gitarrist Volker Kriegel dort öfters zu hören, mit dem Dave Pike Set ebenso wie mit seinem Quartett Spectrum oder seinem Mild Maniac Orchestra, aber auch die Gunter Hampel Galaxy Dream Band, Tomasz Stanko, Alphonse Mouzon, Dusko Goykovich, Michael Sagmeister, Elvin Jones, John Scofield, Charles Lloyd, Steve Coleman oder Heinz Sauer spielten im Frankfurter Palmengarten. 2003 übernahm die Jazzinitiative Frankfurt die künstlerische Leitung und setzte den von Wunderlich eingeschlagenen Weg fort, jedes Jahr im Sommer ein Konzertprogramm mit regionalen Acts und internationalen Größen zusammenzustellen.

So auch 2026. Das Eröffnungskonzert am 9. Juli spielt der spanische Saxofonist Perico Sambeat mit seinem Quintett, mit dem er seit 30 Jahren erfolgreich nach Verbindungen und Kombinationen vom Flamenco Spaniens mit dem Jazz aus den USA sucht. Weiter geht es am 16. Juli mit Baby Sommer’s Brother & Sisterhood, mit der der Dresdner Schlagzeuger Günter Baby Sommer an den Sound des Südafrikaners Chris McGregor und seiner Brotherhood of Breath anzuknüpfen versucht. Am 23. Juli kommt die Nürnberger Komponistin und Klarinettistin Rebecca Trescher mit ihrem Tentett nach Frankfurt, um ihre Vorstellung eines sinfonischen Jazz auf die Bühne der Konzertmuschel im Palmengarten zu bringen. Dann sind da noch Konzerte mit dem Adam Bałdych Quintet (6.8.), dem Quartett der französischen Baritonsaxofonistin Céline Bonacina (13.8.). und Frankfurts noch aktuellen Jazzstipendiaten Martin Lejeune und seinem Tribute-Programm auf Albert Mangelsdorff (20.8.), bevor am 27. August der Trompeter Markus Stockhausen mit seiner Group zum Abschluss der diesjährigen Jazz-im-Pamengarten-Saison ästhetisches und stilistisches Grenzgängertum zelebriert.

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Jazz im Palmengarten

Text
Martin Laurentius
Foto
Sebastian Autenrieth

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Applaus 2026