London: The Music Is Black

The Music Is Black: A British StoryThe Music Is Black: A British StoryIm neuen V&A-Museum im Londoner Queen Elizabeth Olympic Park ist soeben eine Ausstellung eröffnet worden, die sich den 125 Jahren der schwarzen Musik in Großbritannien widmet. „The Music Is Black: A British Story“ reicht von den frühen Trommelrhythmen Afrikas, über das Reggae-Genre Lovers Rock und dem Ragga bis hin zu den modernen Ausprägungen des Jungle, Grime, Garage und Two-Tone. 200 Exponate hat die Kuratorin Jacqueline Springer, die auch Autorin des gleichnamigen Buches ist, über Jahre zusammengetragen. Sie umfassen beispielsweise eine Trommelskulptur von Ben Enwonwu, ein Outfit der Selectors-Sängerin Pauline Black und ein Werk des für den Turner-Preis nominierten Rene Matić.

„Auf institutioneller Ebene ist das eine Bestätigung“, sagte Springer dem Guardian. „Das V&A hat anerkannt, dass schwarze Musik eine solche Präsentation verdient.“ Immerhin macht schwarze Musik einer neuen Studie zufolge 80 Prozent der Einnahmen der britischen Musikindustrie in den letzten 30 Jahren aus. Der künstlerische Leiter des V&A East, Gus Casely-Hayford, sagt, „The Music Is Black“ sei Teil einer umfassenderen Initiative, den Black-British-Sound als zentralen Bestandteil der britischen Kulturgeschichte neu zu positionieren: „Was wir hier versucht haben, ist zu sagen: Das ist unsere Geschichte, und sie ist einer unserer wichtigsten Beiträge zur Welt.“

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„The Music Is Black: A British Story“

Text
Stefan Franzen

Veröffentlicht am unter News

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