SWR-Jazzpreis: Olga Reznichenko

Reznichenko, 1989 im russischen Taganrog am Asowschen Meer geboren, kam 2012 nach Deutschland, um in Leipzig bei Richie Beirach und Michael Wollny Jazzklavier zu studieren. 2018 gründet sie mit Lorenz Heigenhuber (Bass) und Max Stadtfeld (Drums) ihr Trio, das zwar ihren Namen trägt, aber mittlerweile nur die Initialen zeigt: O.R.T. – um zu verdeutlichen, dass es für die Pianistin ein kooperatives Trio ist. Zudem ist sie als Mitmusikerin in anderen Bands gefragt – im Quartett Crutches des Gitarristen Jan Frisch zum Beispiel, der Band Pauline Réage um die Sängerin Anne Munka oder der Bigband Spielvereinigung Süd. Sie fühlt sich am analogen Flügel ebenso zu Hause wie an Keyboard und Synthesizer, ihre Improvisationsmusik oszilliert oft zwischen ungeraden Metren und der Ruppigkeit von Punk-Rock.
„Bewegung! Das scheint ein Credo von Olga Reznichenko zu sein. Extrem aktiv und extrem vielseitig gestaltet die Pianistin den Sound des aktuellen Jazz aus Deutschland maßgeblich mit“, so die Jury in der Begründung: „Mit ihr wird in diesem Jahr eine unkonventionelle und gleichzeitig traditionsbewusste Künstlerin geehrt: Pianistisch souverän und intensiv ist ihr Spiel an Klavier, Keyboard und Keytar, furios ihr Umgang mit hochkomplexen Rhythmen und eindrücklich ihre klangliche Gestaltungsfantasie.“ Preisträgerkonzert und Preisverleihung finden am 31. Oktober im Rahmen von Enjoy Jazz im BASF Gesellschaftshaus in Ludwigshafen statt.
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