Film-Doku: Fluss von Timo Großpietsch

Seine dokumentarische Reise entlang der Elbe von der Quelle im tschechischen Riesengebirge bis zur breiten Mündung in die deutsche Nordsee zeigt die tiefgreifende Prägung und Nutzung des Flusses durch den Menschen und dekonstruiert die vermeintliche Natürlichkeit der Landschaften. Im Riesengebirge, einer Region durchdrungen von Mythen und dem Geist Rübezahls, beginnt die Elbe ihren Lauf – ein schlichter Betonring markiert die Quelle. Der Film nimmt einen dann mit durch die tiefen, dunklen Gänge der Staudämme und führt entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, zeigt die Folgen von Hochwassern und Umweltzerstörung bis hin zu den weiten Mündungsgebieten bei Cuxhaven.
Der in Hamburg lebende, 1955 im polnischen Gorlice geborene Jazzpianist Vladyslav Sendecki hat für „Fluss“ ebenso wie für die ersten beiden Folgen wieder einen eindringlichen Soundtrack komponiert. Die Symbiose von Bild und Ton schafft eine Resonanz, die lange in einem nachhallt – als Musik, die nicht illustriert, sondern als eigenständige emotionale Ebene wirkt und den Raum zwischen Bild, Klang und Wahrnehmung öffnet. „Musik ist keine Untermalung“, betont Sendecki, „sie ist eine dritte, unabhängige Instanz. Mein Ziel war es, einen Zustand zu erzeugen, in dem der Zuschauer über das Bild hinausgeht und eigene Gedanken entwickelt.“ Nach der Premiere Anfang Mai beim Filmkunstfest Schwerin läuft Großpietschs Filmdoku „Fluss“ nun am 11. Juni deutschlandweit in den Kinos an. Das NDR Fernsehen zeigt ab dem 13. Oktober alle drei Teile dieser Doku und macht sie dann auch in der Mediathek verfügbar.
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„Fluss“






