AMEO: Hermeto-Pascoal-Tribute

Hermeto PascoalHermeto PascoalAm 25. September 2025 starb mit Hermeto Pascoal ein brasilianischer Gigant, der die Musik seines Landes, aber auch den internationalen Jazz mit einem riesigen Klangkosmos bereichert hat. Das Haus der Kulturen der Welt in Berlin ehrt Pascoal ein Jahr nach seinem Tod mit einem besonderen Event. Am 11. November trifft dort das Andromeda Mega Express Orchestra (AMEO) auf die Formation Hermeto’s Mothership. Das Treffen geht auf ein fruchtbares Teamwork zurück: Pascoal war im Sommer 2015 in Berlin, um mit dem AMEO zu arbeiten, mitgebracht hatte er seine Kolleg:innen Fábio Pascoal und Aline Morena. Es war seine erste Zusammenarbeit mit einem deutschen Ensemble, erstmals überhaupt übertrug er die musikalische Leitung seiner Werke einem anderen Bandchef.

Das seit 2006 bestehende AMEO um den Leiter Daniel Glatzel, das mit bis zu zwölf Musiker:innen aus acht Ländern auftritt, ist Spezialist für die Erkundung neuer und neu arrangierter Werke aller Stile und Kulturen. Das HKW-Konzert zählt zu den Feierlichkeiten seines 20-jährigen Bestehens. Die Tribute-Show knüpft an die Errungenschaften von 2015 an, würdigt das immens vielseitige Schaffen des brasilianischen Visionärs und erweitert dafür die Besetzung: Nach Berlin reisen etliche Musiker aus Pascoals Umfeld, Hermeto’s Mothership: Itibere Zwarg, Fabio Pascoal, Andre Marques, Ajurina Zwarg und Jota P. sind allesamt Künstler, die über Jahrzehnte an Pascoals Seite waren, auch dessen Patentochter, die Flötistin Mariana Zwarg, mittlerweile Berlinerin, wird dabei sein.

Weiterführende Links
„A Tribute To Hermeto Pascoal“

Text
Stefan Franzen
Foto
Gabriel Quintao

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Ingolstädter Jazztage