Simon Reynolds: Still in a Dream

Still in a DreamSimon Reynolds „Still in a Dream“Im Ventil-Verlag erscheint am 20. November die deutsche Übersetzung von Simon Reynolds’ popmusikalischer Epochenübersicht „Still in a Dream – Shoegaze, Grunge, Dreampop und die Neuerfindung des Rock 1984-1994“. Der 63-jährige Brite kennt sich aus, war er doch von 1986 bis 1990 Redakteur des englischen Pop-Magazins Melody Maker und arbeitete im Folgenden für Magazine wie Spin, Rolling Stone, Pitchfork und The Wire sowie für die Village Voice und die New York Times. Mit Büchern wie „Rip It Up and Start Again“ über die Postpunk-Ära, „The Sex Revolts“ über „Gender, Rebellion & Rock’n’Roll“ oder „Retromania“ über die mannigfaltigen Retro-Trends des neuen Jahrtausends hat er auf Basis eigener Erinnerungen und Interviews populärmusikalische Strömungen, Stilistiken und Epochen bereits anschaulich porträtiert. Sein Hang zum Verknüpfen, Einhegen und Einordnen steht dabei dem Lesevergnügen nicht im Weg, zumal Reynolds aus seiner subjektiven Perspektive keinen Hehl macht. Entsprechend eng ist der Fokus auf Bands aus Großbritannien und seiner Wahlheimat USA.

In seinem neunten Buch „Still in a Dream“ widmet er sich der Generation von Rockbands, die am Traum von der Wirkmacht der Gitarre festhielten, als um sie herum die Digitalisierung und damit HipHop, Synthie-Pop, House und Ravemusik die Gestalt der Popmusik für immer veränderten. Die Sub- und Mikrogenres, die sich daraus entwickelten, hießen Shoegaze, Noisepop, Grunge oder im Volksmund auch schlicht Indie-Rock. Zu den im Buch behandelten Bands gehören My Bloody Valentine, Sonic Youth, die Cocteau Twins, Slowdive, Dinosaur Jr., Björk, Pixies, PJ Harvey, Nirvana, Felt, R.E.M., Hüsker Dü, Talulah Gosh, Big Black, Butthole Surfers, Spacemen 3, Spiritualized, Galaxie 500, Mercury Rev, Pavement, Stereolab, Stone Roses, Pussy Galore und etliche mehr. Die deutsche Übersetzung enthält exklusiv ein Kapitel zu den für Reynolds wichtigsten Alben dieser Dekade. Im kommenden März geht der Autor mit dem Buch in Deutschland auf Lesetour. Bestätigt sind Lesungen in Berlin am 6. März, Pfefferberg Theater, Frankfurt am Main am 9. März, Mousonturm, und Esslingen am 11. März, Komma). Weitere Termine folgen.

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„Still in a Dream“

Text
Eric Mandel

Veröffentlicht am unter News

Ingolstädter Jazztage