Vylla

Ugly & Fake

DistroKid

Vylla – Ugly & Fake (Cover)„Ugly & Fake“ ist hier gar nichts. Wo der Titel gegen das Hässliche stichelt, findet sich dahinter genau das Gegenteil: Nach der EP „Kids In Parliament“ legt Vylla ein Debütalbum vor, das kompromisslos seine eigene Sprache spricht. Sophia Göken (Vocals, Synthesizer), Michel Lühring (Bass) und Benedikt Bienert (Schlagzeug) verbinden sich zu einem Sound, der nach weit mehr als einem Trio klingt. Alles ist in Bewegung: schnell, überraschend und voller roter Fäden, die sich zu einem expressiven Kaleidoskop verweben. Aus dieser Komplexität heben sich Melodien heraus, die resonieren und lange nachhallen. Vylla konfrontiert und provoziert, ohne in Plattitüden zu verfallen. Die Musik spricht ehrlich und unmittelbar, ist brutal und zärtlich zugleich, schreit auf, flüstert ins Ohr, sticht mal präzise hervor und löst sich wieder in schillernden Sphären aus Klang und Schall auf. Ein Debüt mit künstlerischem Selbstbewusstsein.

Text
Paula Rösner
, Jazz thing 165

Veröffentlicht am unter Reviews

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