Abgesagt: Summer LA Jazz Festival

platzhalter_foto_6Noch im Februar hatte das einstige Mitglied im Stadtrat von Los Angeles, Martin Ludlow, auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass im August 2026 zum ersten Mal das Summer LA Jazz Festival an den Start gehen werde. Für sein ehrgeiziges Festivalprojekt kündigte er nicht nur Open-Air-Auftritte im Leiman Park Village und an der Dockville Beach unter anderem mit Chief Adjuah, Pete Escovedo und Lalah Hathaway, mit Janelle Monáe, John Legend und Terrace Martin an, sondern berichtete auch von Meisterklassen für Studierende, einem Jazzcampus für Jugendliche, kostenlosen Konzerten in der Stadt und einem karibischen Straßenkarneval in LA. Einen Tag vor Festivalstart am 7. August sind plötzlich alle Infos von der Website verschwunden, nur der kryptische Hinweis „August 22-23. Updated event info coming soon“ findet sich dort. Ursprünglich hatte Ludlow für sein Festival vom 7. bis 23. August mit bis zu 250.000 Besucher:innen gerechnet.

Ludlow selbst äußerte sich nicht zur kurzfristigen Absage. Doch die Los Angeles Times brachte eine Stellungnahme: „Aufgrund erheblicher, unvorhergesehener Kosten in letzter Minute“, heißt es darin, „etwa für öffentliche Sicherheitsmaßnahmen und städtische Auflagen im Zusammenhang mit der Genehmigung des ‚On the Beach‘-Festivals – haben wir uns schweren Herzens entschlossen, das für dieses Jahr geplante, erste Summer LA Jazz Festival zu verschieben. Auch wenn uns diese Entscheidung schwergefallen ist, fühlen wir uns unserem Publikum und den teilnehmenden Künstler:innen verpflichtet: Wir wollen ein erstklassiges Erlebnis bieten, das dem großartigen Erbe des Jazz und unserer großartigen Stadt gerecht wird.“ Auf seiner Facebook-Seite verweist der kalifornische Musikjournalist George Varga noch auf einen anderen Grund für die kurzfristige Absage: Ludlow soll mit keinem der für das Festival angekündigten Musiker:innen einen Vertrag gemacht haben.

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Summer LA Jazz Festival

Text
Martin Laurentius

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