Film: Noga

Beginnend mit dem Release ihres zweiten Albums „KIDS“, widmet sich der erste Teil des Films vor allem der Beziehung zwischen Erez und Russo, die just, als es mit der Karriere vorangeht, in eine Krise gerät. Die Kamera ist sehr dicht dran an dem Paar, was Fans entzücken mag, aber die offenbar als bekannt vorausgesetzte Musik gerät in diesen Szenen ziemlich in den Hintergrund. Andererseits gelingt es den Filmemachern mit dieser etwas aufgezwungenen Intimität tatsächlich etwas von der familiären Wärme zu vermitteln, in der beide aufgewachsen sind, und die wieder wichtig wird, als es in der Mitte des Films ernst wird. Mit dem schicksalhaften 7. Oktober 2023 ändert sich die Situation schlagartig. Die eben noch so wichtige Musikkarriere scheint plötzlich banal, angesichts der Angst um die Geiseln und vor einem lang andauernden Krieg. Wie das Paar mit der Belastung umgeht, mit dem Musikmachen fortfährt, sich in dabei in der neuen politischen Situation orientiert und dann auch noch ein Kind bekommt, ist eine ziemliche emotionale Achterbahnfahrt. Doch was wohl zu Beginn als Blick hinter die Kulissen geplant war, entwickelt sich so zu einer fast universellen Story über die Widersprüche zwischen Pop, Politik und Privatem.
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„Noga“






