Unterföhring: Feringa Jazzfestival

Kenny GarrettKenny GarrettAb 16. Juli wird die Bühne des Bürgerhauses Unterföhring für vier Tage zum Schauplatz des internationalen Feringa Jazzfestivals – so der neue Name des seit 2002 als Jazzweekend Unterföhring bekannten, kleinen aber feinen Festivals. Für den Auftakt sorgt am Donnerstag das Sextett von Saxofonist Kenny Garrett, der nacheinander durch die Schule von Duke Ellington, Art Blakey und Miles Davis ging und heute selbst zu den Größen seines Fachs gehört. Am Feringasee spielt er mit seiner sechsköpfigen Band Sounds from the Ancestors – was auch das Motto des ganzen Festivals sein könnte. Denn ihm folgt am 17. Juli das Konzert von Vibrafonistin Sasha Berliner. Die Nachfahrin des Erfinders der Schallplatte, Emil Berliner, wuchs in einer Musikerfamilie in der Bay Area auf, begann als Schlagzeugerin und wechselte mit 13 Jahren zum Vibrafon, auf dem sie seit dem Gewinn der entsprechenden Downbeat-Kritikerkategorie von 2020 als „Rising Star“ gilt. Zu ihrem Quintett gehören Saxofonist Seamus Blake und Keyboarder Pablo Held.

Auch Sängerin Cyrille Aimée (18.7.) saugte die Musik bereits im afrokaribischen Familienkreis in Frankreich auf. Sie eroberte New York, erforschte New Orleans und kombiniert ihre Reiserfahrungen mit einer beeindruckenden Bühnenpräsenz, massivem Talent, eklektischen Geschmack und dominikanischem Musikerbe zum neuen Bühnenprogramm „À Fleur De Peau“. Den Abschluss bildet eine Reise durch die vielfältige Musik des Balkans, gestaltet von Thivko Vasilev, einem Meister der Längsflöte Kaval, und dem slowenische Duo Hamelogic. Kris Korat (Piano) und Damit Mazrek (Percussions) setzen damit unter dem Motto „Fairy Tales & Balkan Beats“ ihre mehr als zehnjährige Zusammenarbeit mit Vasilev fort, die sich in traumwandlerischer Sicherheit in den zahllosen musikalischen Dialekten der Region niederschlägt. Im zweiten Teil begrüßt das Trio als Gast auf der Bühne die bulgarische Sängerin Rayna Vasileva, was zum Abschluss noch einmal für Gänsehaut sorgen dürfte.

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Feringa Jazzfestival

Text
Eric Mandel
Foto
Hollis King

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