Gary Bartz: NEC Ehrendoktor

Bartz wurde gemeinsam mit Gary Dunning, dem Direktor des Bostoner Vivo Performing Arts Centre, geehrt. Gastrednerin bei der Abschlussfeier war die Mezzosopranistin Denyce Graves, NEC-Abgängerin des Jahrgangs 1988. In ihrer Ansprache sagte NEC-Präsidentin Andrea Kalyn: „Wir freuen uns sehr, die herausragenden Karrieren von Gary Bartz und Gary Dunning zu würdigen. Jeder dieser beiden verkörpert die Exzellenz, die unsere Studierenden anstreben, und den Einfluss, den sie sowohl in ihrem Fachgebiet als auch in der Gesellschaft insgesamt ausüben möchten. Während wir den NEC-Jahrgang 2026 feiern, sind diese Geehrten wahrlich inspirierende Vorbilder für die Zukunft unserer Absolventen.“
Der 85-jährige Gary Bartz, der für seinen spielerischen Ansatz den Begriff der „informellen Komposition“ prägte, studierte selbst an der Juilliard School und spielte zum Beispiel in Charles Mingus Jazz Workshop, der Max Roach/Abbey Lincoln Group, Art Blakeys Jazz Messengers und in Miles Davis’ Band. Anfang der 1970er-Jahre gründete er mit der NTU Troop sein eigenes Ensemble. Seine Diskografie umfasst über 45 Soloalben und mehr als 200 Aufnahmen als Sideman. Grammys erhielt er für seine Mitwirkung auf Alben von Roy Hargrove’s Crisol („Habana“) und McCoy Tyner („Illuminations“). 2021 erschien seine Zusammenarbeit mit Ali Shaheed Muhammad und Adrian Younge als sechste Folge der Albumserie „Jazz Is Dead“. Seit 2001 ist Bartz Professor für Saxofon und Jazz-Performance am Oberlin Conservatory of Music.
Weiterführende Links
New England Conservatory





