Bassist Piet Verbist war sein Vater, da war es keine große Überraschung, dass Sohn Milan ebenfalls Jazzmusiker wurde. Der Pianist spielt auf seinem Debüt-Album hauptsächlich eigene Stücke, als Opener hat er sich für den Titeltrack – eine Ballade, die Verbist und seinen Begleitern, dem Bassisten Toon Rumen und dem Schlagzeuger Jens Meijer, eine Menge Raum lässt. Den wissen sie zu füllen und kreieren Klanglandschaften in vielen verschiedenen Stimmungen. Dazwischen war aber auch noch Platz für drei Cover-Songs: Mit Songs von Ornette Coleman und Gary Peacock zollt Verbist großen Vorbildern Tribut und die „Sarabande“ von Johann Sebastian Bach ist nicht nur ein Hinweis auf das wohl größte aller Vorbilder, sondern auch ein Beispiel dafür, wie beeindruckend Verbists Trio agieren kann, wenn es darum geht, einer längst bekannten Melodie eine neue Perspektive abzugewinnen.
Text
Rolf Thomas
Ausgabe
, Jazz thing 164
Veröffentlicht am 17. Aug 2026 um 07:58 Uhr unter Reviews