Paul Urbanek

Zawinulology

Skylarproduction/Galileo MC

Paul Urbanek – Zawinulology (Cover)Klar, dass Joe Zawinul auf einen Keyboarder und musikalischen Tausendsassa wie Paul Urbanek, der schon mit Linda Sharrock, Sainkho Namtchylak und Hans Koller arbeitete, magische Anziehungskraft hat. Die lebt Urbanek auf „Zawinulology“, das er im Prinzip im Alleingang eingespielt hat, in fanatischer Weise aus: Auf „Bebop Leftovers“ ist er am Flügel zu hören, auf „Unfolding“ spielt die Hang eine wichtige Rolle und der 6/8-Takt in „Ancient Tech“ klingt unüberhörbar nach Nordafrika. Man kann nur mutmaßen, wie bahnbrechende Alben wie „Mysterious Traveller“ (Weather Report), „Midnight Jam“ (Joe Zawinul) oder „Lost Tribes“ (Zawinul Syndicate) auf den – wie Zawinul – Österreicher gewirkt haben. Auf jeden Fall sind seine 14 Stücke, die allesamt aus Improvisationen entstanden sind, eine echte Ohrenweide – oder, um es mit Urbanek zu sagen: „When they get it they got it.“

Text
Rolf Thomas
, Jazz thing 164

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Bezau Beatz 2026