Stadtgarten: Neuer Konzertsaal

Dieser Konzertsaal war anfangs als Provisorium gedacht, das nunmehr fast vier Jahrzehnten andauert, währenddessen sich der Stadtgarten längst als international vernetztes Europäisches Zentrum für Jazz und aktuelle Musik etabliert hat. Die räumlichen, technischen und energetischen Voraussetzungen des bestehenden Gebäudes entsprechen beileibe nicht mehr den Anforderungen an einen Konzertort im 21. Jahrhundert. Ein neuer Konzertsaal muss also her. Mit Beschluss der Stadt Köln über den Doppelhaushalt 2025/2026, mehr als drei Millionen Euro für den Neubau dieses Konzertsaals bereitzustellen, wurde nicht nur ein starkes kommunales Signal für die Zukunft des Stadtgartens gesetzt. Vielmehr wurden damit auch Bund und Land NRW aufgefordert, die verbleibende Finanzierungslücke zu schließen. Wie vergangene Woche bekannt wurde, haben sich beide Partner nun bereit erklärt, im Rahmen von „Investitionen in national bedeutsame Kultureinrichtungen“ jeweils drei Millionen zu bezahlen und so die Gesamtfinanzierung für den Neubau des Konzertsaals zu sichern.
Der Neubau umfasst einen modernen Konzertsaal mit verbesserter Akustik, zeitgemäßer technischer Infrastruktur sowie erweiterten Arbeits- und Produktionsflächen. Darüber hinaus stehen Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und energetische Modernisierung im Zentrum der Planungen. „Diese Förderzusage ist ein enorm wichtiger Schritt für die Zukunft des Stadtgartens und für die Musikszenen in NRW. Sie zeigt, dass der Stadtgarten auch bundesweit als relevanter Kulturort wahrgenommen wird“, so die Vorsitzende der IKJH, die Bassistin Ulla Oster. „Mit dem Neubau schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass der Stadtgarten seine Erfolgsgeschichte auch in den kommenden Jahrzehnten fortschreiben kann – als Ort für künstlerische Innovation, internationale Vernetzung und musikalische Vielfalt.“ Der Bauantrag soll noch 2026 eingereicht werden, Baubeginn ist für Januar 2028 geplant. Die Bauzeit wird rund 16 Monate sein, die Wiedereröffnung ist für die Konzertsaison 2029 geplant. Während der Bauphase soll der Stadtgartenbetrieb weitgehend aufrechterhalten bleiben: Die Gastronomie soll nur für einen kurzen Zeitraum geschlossen und das JAKI als Interimsort für Konzerte und Veranstaltungen genutzt werden.
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