Deutscher Jazzpreis: Aki Takase

Aki TakaseAki TakaseDie Pianistin Aki Takase wird 2026 mit dem Deutschen Jazzpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die 1948 in der japanischen Präfektur Osaka geborene Takase genoss eine klassische Klavierausbildung, bevor sie den Jazz für sich entdeckte und zunächst in die USA zog. Dort spielte sie unter anderem mit Lester Bowie, Sheila Jordan, John Scofield und John Zorn. 1987 folgte der Umzug nach West-Berlin, wo sie bis heute lebt. Neben zahlreichen Veröffentlichungen und zahllosen Auftritten als Solistin arbeitete sie wiederholt mit Kolleg/-innen aus der freien Szene wie den Schlagzeugern Paul Lovens und Han Bennink, dem Bassisten Niels Henning Ørsted Petersen, Saxofonistin Silke Eberhard, dem Bassklarinettisten Rudi Mahall, ihrem Mann Alexander von Schlippenbach, aber auch dessen Sohn DJ Illvibe. Immer wieder widmete sie ganze Alben und Live-Programme den Pionieren des Jazz und vor allem des Jazzpianos, darunter Thelonious Monk, Duke Ellington und Ornette Coleman. Für das Album „Aki Takase Plays Fats Waller“ (enja/edel) wurde sie 2004 mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet, 2021 erhielt sie einen Deutschen Jazzpreis als Pianistin.

Für den Preis für ihr Lebenswerk bedankt sie sich mit den Worten: „Ich bin sehr stolz darauf, diese Auszeichnung ‚Deutscher Jazzpreis – Lebenswerk‘ zu erhalten. Auch wenn ich mich wahrscheinlich auf der Zielgeraden meiner Karriere befinde, hoffe ich von ganzem Herzen, dass mein Mann Alexander und ich unsere musikalischen Aktivitäten so lange wie möglich fortsetzen können und dabei ‚Take the AA Train‘ bei guter Gesundheit bleiben.“ Die Preisverleihung findet im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums der jazzahead! am 25. April im Congress Centrum Bremen statt.

Das Live-Programm des Abends bestreiten diverse Preisanwärter aus den anderen Kategorien: Das fünfköpfige Ensemble Adeolu wird von Schlagzeuger Lukas Akintaya geleitet, der in der Kategorie „Schlagzeug/Percussion“ nominiert ist. Das kammermusikalische Kollektiv hilde darf sich Hoffnungen auf einen Titel als „Live Act des Jahres“ machen, Sängerin ganavya ist in der Kategorie „Album des Jahres International“ nominiert. Kandidat für eine Auszeichnung als „Debüt-Album des Jahres“ ist „MYT“ (Leiter) des Moses Yoofee Trio, dessen Bassist Roman Klobe außerdem in der Kategorie „Saiteninstrumente“ nominiert ist. Moderiert wird der Abend von Thelma Buabeng und Götz Bühler.

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Deutscher Jazzpreis

Text
Eric Mandel
Foto
Frank Siemers

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jazzahead! 2026