Ilmenau: Jazztage

Ferenc Snetberger & Markus StockhausenFerenc Snetberger & Markus StockhausenIn Ilmenau in Thüringen beginnen am 21. April die Jazztage mit einer Filmvorführung im Helmholtz-Hörsaal der Technischen Universität: In der Dokumentation „Blue For A Moment“ zeichnet Regisseur Antoine Prum die künstlerische Laufbahn des 2025 verstorbenen Jazzmusikers, Avantgarde-Komponisten, Dichters und bildenden Künstlers Sven-Åke Johansson nach. Das Konzertprogramm der 51. Festivalausgabe eröffnen am 22. April der Baritonsaxofonist Jonah Parzen-Johnson und der Multiinstrumentalist Lau Nau, der für das gemeinsame Duo-Programm Klänge aus Modular-Synthesizern, Samplern und Kleininstrumenten kombiniert. Mit Trompeter Markus Stockhausen und Gitarrist Ferenc Snetberger treffen am folgenden Tag zwei über einen Zeitraum eines Vierteljahrhunderts aufeinander eingespielte Virtuosen unter dem Namen Landscapes zusammen.

Interessante Kontraste verspricht das Doppelkonzert am 24. April im Helmholtz-Hörsaal: Hier spielt zunächst das vierköpfige Ensemble ~su, in dem sich traditionelle koreanische Instrumente mit der Stimme von So Sol-i und dem Saxofon von Komponist Peter Ehwald mischen. Im Anschluss entfesselt das japanische Satoko Fujii Quartet die ihm eigene Energie aus Avant-Rock und freiem Jazz. Beim Doppelkonzert im Audimax am Sonnabend trifft der kraftvolle Minimalismus des Duos NoSax NoClar auf die poetischen Spaziergänge zwischen Blues, Gospel und Bop von Pianist Uri Caine, der dabei von Marc Helias (Bass) und Ben Petrowsky (Schlagzeug) begleitet wird. Den Abschluss bildet ein Jazzbrunch im CaLi Kulturbahnhof Manebach mit dem Geyer-Gottwald-Projekt, das damit einen im letzten Jahr ausgefallenen Festival-Auftritt nachholt. Der Bildband, den die Ilmenauer Jazztage im vergangenen Jahr zum runden Jubiläum herausgaben, und der die Geschichte des Jazz in Thüringen seit nunmehr fast 70 Jahren nachzeichnet, ist weiterhin erhältlich.

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Jazztage Ilmenau

Text
Eric Mandel
Foto
Maehler

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jazzahead! 2026