Die in Chicagos Musikszene verorteten Künstlerinnen Whitney Johnson an der Viola, Lia Kohl am Cello und Macie Stewart an der Violine haben ein zeitgenössisches Triorepertoire eingespielt. Die elf von ihnen auf der Basis von Improvisationen komponierten Stücke setzen sich über weite Strecken zusammen aus lang gezogenen Einzeltönen, dezent variierten Harmonien, repetitiven Motiven und Dronesounds. In dieses sich fortwährend verformende Gefüge von Klangschichten finden sich gelegentlich melodische Kantilenen ein. Ihre ineinandergreifenden Streichersounds und vereinzelten Pizzicati ergänzen die Musikerinnen bei einigen Stücken um choralartige schlichte Vocals. Loops und weitere ungewöhnliche klangliche Effekte entstanden während des Bearbeitungsprozesses durch die Verwendung mehrerer Bandmaschinen.
Text
Christina M. Bauer
Ausgabe
, Jazz thing 163
Veröffentlicht am 25. Mai 2026 um 07:57 Uhr unter Reviews