Wer ist Linus Rebmann? Die zehn Eigenkompositionen des Pianisten verraten trotz markanter Titel wie „Kafkaesque“ oder „Scotty’s Case“ beim Hören noch wenig über die Persönlichkeit Rebmanns. Sein Debüt bestreitet er mit Bassist Gabriel Widmaier und Schlagzeuger Johnny Walker, sie trafen sich im Landesjugendjazzorchester Baden-Württemberg. Und ob Up-Tempo in „Grow Up“ oder die namensgebende Ballade „Listen To The River“ – das ist alles tadellos eingespielt, kenntnisreich ob der älteren oder jüngeren Tradition und technisch souverän. Die virtuosen Mittel hat das Trio, allein die Kanten, die Ecken, die Brüche, den zwingenden Argumenten zuzuhören, sind zu rar gesät, um den Hörer zu bannen. So bleibt das Debüt das Versprechen darauf, dass Rebmann künftig musikalisch verrät, wer er ist.
Text
Thorsten Firlus
Ausgabe
, Jazz thing 164
Veröffentlicht am 09. Jul 2026 um 07:58 Uhr unter Reviews